FCS verliert in Meppen

Erneut überraschte Lukas Kwasniok mit seiner Startformation. Erwartet war, dass insbesondere die Abwehr, wo Bösel, Perdedaj und Sverko verletzungsbedingt ausfielen, geändert werden sollte. Die Viererkette besetzten schließlich Breitenbach, Zellner, Uaferro und Barylla (auf links). Was die Zuschauer vor den Fernsehschirmen aber sicherlich mehr erstaunte, war der Erst-Auftritt des 18-jährigen Luca Kerber, dem Eigengewächs aus der U19, der von seinem Trainer schon in der Spieltagspressekonferenz besonders hervorgehoben worden war. Er kam auf der Acht zum Einsatz, sollte mit Barylla und dem offensiveren Minos Gouras die linke Seite beackern.


Die Aufstellung des 1. FC Saarbrücken:


Batz – Breitenbach, Zellner, Uaferro, Barylla – Jänicke, Zeitz, Kerber – Shipniski, Jacob, Gouras


Die erste Halbzeit begann mit einem schönen Auftritt von Minos Gouras in der 8. Minute, der sich in der eigenen Hälfte den Ball schnappte und im Mkhitaryan-Style auf das Tor der Emsländer stürmte. Leider fehlte dem jungen Pfälzer die Wucht beim Abschluss, so dass Domaschke klären konnte. In der 15. Minute war es erneut Gouras, der in den Strafraum der Meppener flankte, wo Sebastian Jacob zum Kopfball kam, der aber knapp am Kasten vorbei segelte.


Der niederländische Neuzugang der Meppener, Tom Boere, hatte drei Minuten später seine erste Möglichkeit, sich als Torschütze in der Hänsch-Arena zu verewigen, doch auch sein Kopfball verfehlte das Ziel deutlich. Weit besser zielte Guder in der 29. Minute. Saarbrückens Daniel Batz musste sich mächtig strecken, um den Ball aus dem oberen linken Toreck herauszuboxen.


Tor für den SV Meppen durch Büning in der 32. Minute.

Der anschließende Eckball brachte schließlich die glückliche Führung für die Hausherren. Hassan Amin, der ehemalige Blau-schwarze, zirkelte den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Zeitz und Shipnoski nichts gegen den Kopfball von Büning ausrichten konnten. 1:0 für das Heimteam.


Sechs Minute später wird Youngster Kerber von Rama im Strafraum von den Beinen geholt, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Das gefiel Boné Uaferro überhaupt nicht, doch mehr als eine gelbe Karte sprang bei seinem Protest nicht heraus.


Zur zweiten Halbzeit musste Tobias Jänicke in der Kabine bleiben. Für ihn feierte Julian Günther-Schmidt sein Debut in der Saarbrücker Mannschaft. Viel sollte ihm nicht gelingen. Das galt allerdings auch für seine Mitspieler. Allein Markus Mendler, der in der 68. Minute für Minos Gouras kam und mit seinen Standards für Gefahr sorgte, belebte das Spiel der Saarländer. Schließlich musste noch Manuel Zeitz für Tim Golley vom Platz, ohne dass dies zu einer Verbesserung gesorgt hätte.


Fazit: Auch wenn es angesichts der Niederlage absurd erscheint, so war an diesem Tag die Abwehr mit Batz, Zellner und Uaferro der mit Abstand stärkste Mannschaftsteil der Saarländer. Nach vorne ging einfach zu wenig. Es fehlte die Klarheit und die Exaktheit in den Aktionen. Und die Qualität im Abschluss. Luca Kerber kann dennoch mit seinem Ersteinsatz sehr zufrieden sein. An ihm hat es nicht gelegen, dass der 1. FC Saarbrücken als Verlierer vom Platz gegangen ist.


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