Fall Sverko: FCS erhält Geldstrafe von 30.000 Euro

Der DFB-Kontrollausschuss ist aus dem Winterschlaf erwacht und hat den 1.FCS in Sachen "U23-Status" von Marin Sverko mit einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 belegt. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt. Der DFB hat Marin Sverko den U23-Status entzogen. Nach intensiver Prüfung ist Marin Sverko laut Verbandsangaben als U21-Nationalspieler von Kroatien nicht für eine deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt. In der Folge hat der FCS laut Verband an den ersten neun Spieltagen der Saison lediglich drei statt vier U23-Spieler im Kader gehabt. Die Tatsache, dass der DFB den Status von Marin Sverko vor der Saison bestätigt und in den letzten Jahren in der 3.Liga stets bestätigte spielt für den Verband indes keine Rolle. Der deutsche Fußball Bund als größter Sportverband der Welt beweist einmal mehr seine unbegreifliche Inkompetenz und kennt oder ignoriert seine eigenen Regularien über Jahre. Wir warten indes gespannt auf den nächsten Skandal in Form von Steuerhinterziehung oder Manipulationsaktivitäten zugunsten internationaler Turniere.


Stephan Oberholz, der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, erklärt auf der Homepage des DFB: "Ein derartiger Verstoß hätte laut Spielordnung normalerweise die Rechtsfolge, dass eine gewonnene oder unentschieden ausgegangene Partie für Saarbrücken mit null Punkten und 0:2 Toren zu werten wäre, während die Wertung für den gegnerischen Verein unberührt bliebe. Da die Verfahrenseinleitung gegen Saarbrücken mehr als zwei Wochen nach dem neunten und letzten betroffenen Spiel erfolgt ist, kommt ein Punktabzug nicht mehr in Frage. Daher war eine angemessene Geldstrafe zu verhängen."


Der FCS sieht sich im Recht und vertritt die Auffassung, dass Sverko als deutscher Staatsbürger weiterhin für die deutsche A-Nationalmannschaft spielen könnte, verzichtet jedoch bewusst auf einen langwierigen Rechtsstreit.



Das Urteil

Kommentare 7

  • Wie bei der Stadt. Es gibt eine Schelle auf die rechte Back und der Verein hält die linke hin. Hoffentlich merkt man in 4 Wochen nicht das ein paar Spieler deren Verträge auslaufen längst wo anders unterschrieben haben. Würde passen.

  • Warum hat mich dieses Urteil nicht wirklich überrascht? Der DfB lebt, wie unsere Politiker, in seiner Blase. Gottgleich wird regiert, das Volk/die Mitglieder haben zu akzeptieren. Manche Vereine haben Gönner/Einfluss in Frankfurt, andere nicht. Das zeichnet sich seit Jahren immer deutlicher ab. Ich für meinen Teil habe die Konsequenz gezogen, schaue keine Bundesliga mehr, Champions-League war gestern und die "MANNSCHAFT" geht mir auch ab. Lieber gucke ich mir Spiele in den unteren Ligen an und natürlich unseren FCS. Allerdings gebe ich zu, sollte der Aufstieg in die 2. Liga "drohen", bekomme ich ein Problem. Je höher wir spielen, desto mehr geraten wir in dieses System mit seinen Abhängigkeiten.

  • Das Urteil ist schon im Wortlaut irrsinn!

    Eijo 1
    • Wieso denkst du das? Die U23 Regel (die ich für Schwachsinnig halte) besagt doch das ein Spieler am Spieltag für den DFB spielberehctigt sein muss. Es geht also nicht darum ob er jemals noch für den DFB auflaufen kann, was ja der Fall wäre da kein A Länderspiel stattgefunden hat. Die Zuständigen Leute in unserem Verein sollten soetwas wissen, gottseidank kommt kein Punktabzug in Frage.

  • In diesem Urteil steht tatsächlich unsportliches Verhalten des FCS? Man ist vom DFB einiges gewonht aber das ist ein neuer Knaller. Die kannten doch ihre Regeln selbst nicht.

    Eijo 1
  • Nachtrag:

    Wenn man sich das Urteil mal genau anschaut, kann der FCS eigentlich ganz gut damit leben. Ursprünglich war man nämlich zu einer Geldstrafe in Höhe von 35.000 Euro verurteilt worden und hat aufgrund der Belastungen durch die Corona-Pandemie Einspruch eingelegt. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wurde die Strafe dann von den Gönnern beim DFB ausnahmsweise auf 30.000 Euro gesenkt.