Wie könnte Rostock spielen?

Ähnlich wie der FCS hat auch Hansa einige personelle Sorgen. Am Samstag in Duisburg hatte man nicht ausreichend Feldspieler (bzw. man verzichtete trotzdem auf einen U19-Spieler der im Training dabei ist) und setzte stattdessen gleich zwei Torhüter auf die Bank. Der ein oder andere Spieler könnte nun zurückkehren, dazu sind neue Spieler fraglich und zwei Spieler fehlen mit einer Gelbsperre. Von den Grundordnungen bzw. von der Spielidee hat man sich in im Vergleich zur letzten Saison oder dem Hinspiel wenig gewandelt. Man wechselt zwischen einem 4-2-3-1-System und einem 3-4-3-System, teilweise auch während den Spielen. Zuletzt gegen Duisburg war es die Viererkette durch einen Stürmer beim FCS sind sie auch am Mittwoch so zu erwarten. Insgesamt sind die Hanseaten eine Truppe mit durchgängig erfahrenen und routinierten Spielern. Die meisten Spieler haben ihre Qualität in der 3.Liga schon unter Beweis gestellt oder waren höherklassig aktiv. Dazu haben sie einen gefestigten Stamm. Torhüter Markus Kolke (30) gehört zur Achse der Rostocker und befindet in seine zweite Spielzeit als Stammkeeper in Rostock. Ernsthafte Konkurrenz besitzt der Keeper nicht. Sowohl Luis Klatte als auch Ben Voll (die Nummer 2) müssen sich hinten anstellen und Kolke hat alle Spiele in dieser Saison bestritten. Kolke ist gleichzeitig der Kapitän der Rostocker und gehört zu den besten Schlüssmännern in der 3.Liga


In der Innenverteidigung hat sich mittlerweile Sven Sonnenberg wieder in die Mannschaft gespielt. Der 22-Jährige war letzte Saison eine Stammkraft, saß dann aber in den ersten beiden Spielen dieser Saison nur auf der Bank. Mittlerweile ist der hochgewachsene Verteidiger wieder gesetzt und hat seit Mitte November quasi immer von Beginn an gespielt, meist auch über 90 Minuten. Die zweite Position sollte an Julian Riedel gehen. Er ist Stammspieler, seit 2017 gesetzt und mit seinen 29 Jahren deutlich erfahrener als Sonnenberg. Zuvor war er auch der Kapitän der Mannschaft. In den meisten Fällen spielt er Zentral, teilweise jedoch auch auf der linken Seite. Das hat er gegen Zwickau und Unterhaching getan, in beiden Fällen wurde er von Löhmannsröben ersetzt. Er ist jedoch gesperrt. Bleibt Damian Roßbach als Option. Er sah am vierten Spieltag in Verl die rote Karte und hat danach seinen Stammplatz verloren. In den letzten drei Spielen kam er zwei Mal von der Bank, einmal wurde er nicht eingewechselt. Max Reinthaler fehlt wie im Hinspiel verletzungsbedingt. Den Part des rechten Verteidigers spielt systemunabhängig Nico Neidhart. Letzte Saison war er noch meist über links unterwegs gewesen. Er interpretiert die Position gewollt offensiv und steht bereits bei fünf Torvorlagen. In Nils Butzen fehlt die direkte Alternative verletzungsbedingt. Auf der linken Abwehrseite ist Lukas Scherff der Stammspieler. Auch er kommt wie Neidhart auf Rechts von der offensiven Warte aus und geht gerne nach vorne. Das Rostocker Eigengewächs hat in dieser Saison schon zwei Mal durch Verletzungen für vier Spiele gefehlt, zuletzt gab es gegen Duisburg sein Comeback und musste dort nach 64 Minuten angeschlagen vom Feld. Er ist aber im Training und steht Hansa zur Verfügung. Die Optionen sind Julian Riedel und Damien Roßbach.


Im zentralen Mittelfeld gab im Sommer einige Transfers, auch im Winter hat man hier noch mal nachgelegt. Simon Rhein kam aus Nürnberg und ist auf Anhieb im defensiven Mittelfeld gesetzt. Beide Spiele in diesem Jahr bestritt er von Beginn an. Er ist ein Spieler mit Übersicht und räumt zudem viel vor der Kette ab. Gegen Duisburg war Löhmannsröben sein Partner, er fehlt am Mittwoch jedoch aufgrund einer fünften gelben Karte gesperrt. Die erste Alternative ist Eigengewächs Oliver Daedlow. Er fehlte gegen Duisburg mit Oberschenkelproblemen und ist mittlerweile zurück im Training. Ansonsten ist Björn Rother erste Option. Er pendelt meist zwischen Bank und Startelf, in diesem Jahr spielte er bisher eine Minute. Auch Offensiver plagen Ausfälle den Kader. In Bentley Baxter Bahn fehlt hier ein absoluter Stammspieler gelbgesperrt. In einem 4-2-3-1-System muss man sehen wie er ersetzt werden soll. Vollmann wäre eine Option, auch er fehlte in Duisburg jedoch angeschlagen.


Auf den Außenbahnen muss man seit Dezember auf Maurice Litka (Kreuzbandriss) verzichten. Neben Vollmann (Sprunggelenksverletzung) fehlten zuletzt auch Luca Horn und Nik Omladic angeschlagen. Vollmann war lange Zeit Stammspieler gewesen, plagt sich aber immer wieder mit kleineren Verletzungen herum. Vor Duisburg spielte Nik Omladic drei Mal auf dem rechten Flügel. Der 31-Jährige ist ein toller Fußballer, aber auch sehr verletzungsanfällig und kommt erst auf acht Einsätze. In Duisburg fehlte er mit muskulären Problemen. In Duisburg begann dafür Pulido auf der rechten Seite und konnte mit zwei Toren und einer auffälligen Leistung seinen Einsatz rechtfertigen. Insgesamt hat er zuletzt fünf Scorerpunkte für sich verbuchen können. Der Sommerneuzugang hatte ansonsten bisher eine schwierige Saison und musste gegen Duisburg ebenfalls vorzeitig angeschlagen ausgewechselt werden. Sein Einsatz sollte nach eigener Aussage am Mittwoch aber möglich sein. Aaron Herzog und Luca Schulz sind zwei junge Neuzugänge aus dem Sommer und beide Akteure spielten bisher keine so große Rolle. Durch die drohenden Ausfälle könnte sich das ändern, in Duisburg kamen beide Akteure zu einem Kurzeinsatz. In beiden Spielen des Jahres spielte Winterneuzugang Lino Lauberbach auf der linken Seite. Er ist eigentlich ein Mittelstürmer, wurde jedoch von Härtel auf die Außenbahn gezogen. Mit Pascal Breier hat man einen weiteren Angreifer im Kader der meist auf der Außenbahn zum Einsatz kommt. Er ist längst nicht so in Fahrt wie in der letzten Saison was seine Tore angeht und kam zuletzt meist von der Bank.


Im Sturmzentrum ist John Verhoek die Konstante. Sechs Saisontore hat der 31-Jährige bereits erzielt. Er ist aber auch als der Zielspieler der Rostocker wichtig. Verhoek wird eigentlich in jeder Lage gesucht. Entweder soll er Bälle auf nachrückende Spieler ablegen oder seine Kopfballstärke im Zentrum einbringen. Beide Außenbahnspieler ziehen aber auch oft in die Halbräume hinter Verhoek um Bälle zu bekommen oder aber um den beiden offensiven Außenverteidigern Räume für Vorstöße zu geben. Pascal Breier und Lauberbach sind die ersten Alternativen. Erik Engelhardt fehlte zuletzt angeschlagen.




4-2-3-1-System*


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3-4-3-System*


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*Sofern fast alle fraglichen Spieler auch tatsächlich fehlen. Ansonsten sind einige andere Spieler in der ersten Elf zu erwarten.

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