Wie könnte Halle spielen?

Der HFC agierte in der Regel in einem Mix aus 4-2-3-1-System und 4-4-2-System. Der zweite zentrale Offensivspieler neben Boyd rückt danach je nach Situation in die entsprechende Position ein. Zwischen den Pfosten hat sich bei Halle in dieser Saison schon einiges bewegt. Zunächst ging man mit dem letztjährigen Stammtorwart Kai Eisele in die Saison. Nach dem vierten Spieltag rückte dann Neuzugang Sven Müller in den Kasten. Er verletzte sich jedoch und Eisele stand in den letzten drei Spielen wieder im Tor des HFC. Ersatztorwart ist Tom Müller. Als rechter Verteidiger ist Lukas Boeder erste Wahl. Er kam letzten Sommer aus Duisburg und ist im Grunde gesetzt. Sein Vertreter ist Fabian Menig, der 26-Jährige steht nach längerer Verletzung wieder zur Verfügung und hat zuletzt auch Einsatzzeiten bekommen. Gegen Magdeburg spielte er so über die vollen 90 Minuten.


Auf der linken Abwehrseite liefern sich Niklas Landgraf und Janek Sternberg einen Zweikampf. Beide Spieler haben schon viele Einsatzminuten gesammelt. Meist hatte in dieser Saison Landgraf die Nase vorne und Sternberg spielte auf einer anderen Position. Im Januar hat sich allerdings Sternberg in die Mannschaft gespielt und hat in fünf von sechs Spielen in diesem Monat von Beginn an gespielt. Auch zuletzt gegen Ingolstadt startete er. Die Struktur in der Innenverteidigung hat sich seit dem Hinspiel gewandelt. Damals war Jannes Vollert noch absolute Stammkraft. Mittlerweile hat der 23-Jährige diese Position verloren und ist auf die Bank gerückt. In den letzten drei Spielen fehlte er angeschlagen im Kader. Als Innenverteidiger auf der Bank sitzt meist Niklas Kastenhofer (1 Einsatz als Außenverteidiger, sonst keine Spielminuten). Die komplette Saison über ist Sören Reddemann eine Stammkraft. Reddemann kam im Sommer neu und hat in dieser Saison noch nicht eine Spielminute verpasst. Seit Anfang November ist Stipe Vucur sein Partner. Er wurde im Oktober als vereinsloser Spieler geholt und hat sich längst in der Mannschaft etabliert. Seit seinem ersten Startelfeinsatz hat er keine Spielminute mehr verpasst.


In Marcel Titsch Rivero hat man im Sommer einen neuen Kopf der Mannschaft verpflichtet und es gilt als der Königstranfer des HFC im letzten Sommer. Mit 31 Jahren und über 130 Zweitligaspielen ist er auch ein richtig erfahrener Mann. Er kann ein Spiel lenken und aufbauen. Komplett die Erwartungen erfüllen konnte er jedoch noch nicht. Er hatte im November Knieprobleme und seither ist er kein fester Stammspieler mehr und kam häufig nur von der Bank. Zuletzt spielte er gegen Ingolstadt über 90 Minuten. Über weite Strecken der Saison ist Jonas Nietfeld eine feste Größe. Er ist der Kapitän der Mannschaft und saß zuletzt in Ingolstadt zum ersten Mal nur auf der Bank und wurde eingewechselt. Sonst hat er immer begonnen, meist auch über 90 Minuten. Die zweite Position hatte zuletzt in der Regel Antonios Papadopoulos eingenommen. Der 21-Jährige hatte sich in der Vorsaison ordentlich etabliert, liebäugelte im Sommer auch mit einem Wechsel und kam in dieser Saison zu Beginn nur von der Bank. Seit dem Nachholspiel in Duisburg Mitte November ist er nun etabliert und hat immer über 90 Minuten gespielt. Anthony Syhre fehlt die komplette Saison schon verletzungsbedingt.


Eine entscheidende Rolle auf dem Flügel nimmt Julian Derstroff ein. Auch er ist ein Neuzugang aus dem Sommer und hat die Qualität im Kader des HFC noch mal angehoben. Er steht bei sechs Saisontoren und drei Vorlagen. Er kann in der Offensive alle Positionen spielen. Meist kommt er über die Außenbahn, gegen Ingolstadt wurde er im Zentrum eingesetzt. Auch Winterneuzugang Braydon Manu soll eine weitere Rolle einnehmen. Seit seiner Verpflichtung hat er in drei von vier Spielen von Beginn an gespielt. Dazu kommt Toni Lindenhahn. Das Hallenser Urgestein fehlte zuletzt angeschlagen und kann ebenfalls auf allen Positionen in der Offensive eingesetzt werden. Die Ausfälle von Lindenhahn und Eberwein spülte zudem in den letzten beiden Spielen auch Julian Guttau in die Mannschaft. Er hat viel Einsatzzeit bekommen, hat schon elf Mal von Beginn gespielt und der 21-Jährige ist eine Option für einen weiteren Startelfeinsatz. Eine junge Option (erst vier Kurzeinsätze) ist Jan Shcherbakovski. Auch Dennis Mast (28) wandelt sich Wochen zwischen der Bank und der Tribüne und kommt wenn nur zu Kurzeinsätzen.


Im Sturmzentrum ist Terrence Boyd die Konstante. Er steht schon wieder bei elf Saisontoren und ist ein absoluter Schlüsselspieler für Halle. Letzte Saison hatte er 25 Scorerpunkte (14 Saisontore) und er gehört zu den stärksten Angreifern in der Liga. Neben respektive hinter ihm ist Neuzugang Michael Eberwein in der Regel die erste Wahl. Er kann um Boyd als Stoßstürmer spielen und sie ergänzen sich bisher sehr gut. Eberwein ist auch die Alternative für vorne drin sofern Boyd mal nicht zur Verfügung steht. In Ingolstadt fehlte er zuletzt leicht angeschlagen im Kader. Zuvor hat er beide Spiele über 90 Minuten bestritten. Gegen Ingolstadt begann dafür Derstroff auf seiner Position. Auch Lindenhahn hat schon den Part der hängenden Spitze gespielt. Sollte er am Montag wieder zur Verfügung stehen könnte er wieder in die Rolle rücken.



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