Spielbericht: Punkteteilung beim HFC

Zum Abschluss des 22.Spieltages gastierte der FCS am Montagabend beim Tabellennachbarn Halleschen FC. Nach der Niederlage in Rostock am vergangenen Mittwoch waren - trotz weiterhin angespannter Personalsituation - Punkte das klare Ziel der Malstätter. Der Hallesche FC hatte vor der Begegnung ebenfalls 30 Punkte auf dem Konto. Im Januar gab es ebenfalls nur einen (dafür einen späten & ungemein wichtigen) Sieg im Derby gegen den 1.FC Magdeburg. Danach hatte man sich in Ingolstadt ein respektables 1:1-Unentschieden verdient und hatte im Januar auch nur gegen Bayern verloren. Gleich drei Begegnungen endeten Remis. Im Vergleich zu diesem Spiel gab es bei Halle einen Wechsel: Kapitän Nietfeld rückte wieder in die Mannschaft und ersetzte Guttau.


Beim FCS kehrten immerhin Marin Sverko und Fanol Perdedaj nach auskurierten Verletzungen in den Kader zurück, Julian-Günther Schmidt durfte nach seiner Sperre in Rostock wieder dabei sein. Wie bereits im Vorfeld auf der Pressekonferenz angekündigt fehlten dafür José Vunguidica und Maurice Deville im Aufgebot. Insbesondere für den Luxemburger ermöglicht dies eine komplette Trainingswoche um den bestehenden Trainingsrückstand nach seine Muskelfaserriss aufzuholen. Auch Manuel Zeitz stand gesperrt nicht im Kader. Neben dem Kapitän fehlte eine ganze Reihe an Spielern: Ramon Castellucci (Wadenbeinbruch), Sebastian Bösel (Faserriss), Mario Müller (Einblutung im Sprunggelenk) und Steven Zellner (Teilriss des Kreuzbandes) standen Lukas Kwasniok weiterhin nicht zur Verfügung. Im Vergleich zur 2:4-Niederlage in Rostock waren drei Wechsel vorprogrammiert, am Ende veränderte Kwasniok seine Startaufstellung sogar auf fünf Positionen und ging ordentlich Risiko. Die gerade genesenen Sverko und Perdedaj und Rückkehrer Günther-Schmidt rückten genauso in die Mannschaft wie U19-Kapitän Luca Kerber bei seinen zweiten Saisoneinsatz und Winterneuzugang Bjarne Thoelke bei seinem Startelfdebüt. Breitenbach und Uaferro rückten zusätzlich auf die Bank. Sebastian Jacob führte den FCS zum ersten Mal in seiner Karriere als Kapitän auf das Feld. Die Viererkette des FCS bestand auf Perdedaj (Rechts), Thoelke, Sverko (Innen) und Barylla (Links). Luca Kerber spielte die Sechserposition hinter Jänicke und Günther-Schmidt. Golley und Shipnoski kamen über die Außen.


Mit dem Anpfiff übernahm die Kwasniok-Elf die Initiative in der Begegnung und war die dominante Mannschaft. Früh erspielte man sich eine Ecke und sorgte im Anschluss für Gefahr. Boyd klärte im eigenen Strafraum. Wie in den letzten Spielen setzte der FCS früh im Spiel auf Druck, war aggressiv gegen den Ball und provozierte Fehler der Gastgeber. Nach vier Minuten sprintete Jacob in eine Rückkehr der Hallenser Abwehr, Golley lässt seinen flachen Pass durch und Günther-Schmidt schießt aus aussichtsreicher Position über das Tor. Der FC setzte nach. Kerber schickt Shipnoski hinter die Abwehr, er bringt den Ball aus halbrechter Position jedoch nicht auf das Tor. Da war viel mehr drin! In der nächsten Aktion setzte sich der FCS im Strafraum der Gastgeber fest, den zweiten Ball bringt Barylla in Richtung Tor. Glücklicherweise für den machtlosen HFC-Keeper geht der Ball außen am Pfosten vorbei. Statt einer längst verdienten Führung ging es ohne Tore weiter und die Begegnung beruhigte sich ein Stück weit. Der FCS blieb besser, blieb aktiver und zwang Halle immer wieder in Fehler. Die Anzahl der Torchancen nahm jedoch ab, man hatte nun nicht mehr die Zielstrebigkeit die sich bietenden Möglichkeiten zu Ende zu spielen.


Die nächste Chance des Spiels gab es nach 25 Minuten. Jänicke hatte Jacob bedient, der Angreifer schoss aus ähnlicher Position wie Shipnoski zuvor am langen Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite meldete sich auch Halle zum ersten Mal zu Wort. Eine Flanke auf den langen Pfosten findet Boyd, Batz verkürzt geschickt und pariert den Kopfball. Der Nachschuss von Derstroff geht deutlich über das Tor. Ansonsten kochte die bärenstarke Innenverteidigung um Thoelke und Sverko alle Angriffsversuche der Hallenser ab, viel wurde auch schon im Mittelfeld bereinigt. Insgesamt fand Halle in dieser zweiten Phase der ersten Hälfte aber etwas besser ins Spiel. Die Führung für den FCS war dann vom Zeitpunkt überraschend, passte aber zum Auftreten der Blauschwarzen. Kurz vor der Halbzeit ging einmal mehr bei einem Rückpass hinterher, Shipnoski luchste Reddemann den Ball ab und zog in den Strafraum. Seinen Querpass drückte Günther-Schmidt ohne große Mühe über die Linie. Die Führung war hochverdient, hätte von der Spielverteilung jedoch früher eintreten und zudem höher ausfallen müssen. Einen Aufreger gab es in Hälfte eins jedoch noch. Der HFC kam noch mal vors Tor, Nietfeld erhält den zweiten Ball und scheitert aus kürzester Distanz an Batz. Mit der knappen Führung ging es in die Kabine.


Ohne Wechsel auf Seiten des FCS ging es in den zweiten Abschnitt. Zunächst einmal stand nicht der Fußball, sondern Kampf im Vordergrund und die Gastgeber holten sich zwei gelbe Karten ab. Danach erhöhten sie jedoch den Druck im eigenen Spiel. Man setzte beim HFC nun auf viele lange Bälle, verhinderte dadurch das Pressing des FCS und drückte die Malstätter teilweise tief in die eigene Hälfte. Man fand sich immer öfter um oder im Strafraum wieder und sorgte für Gefahr, eine richtige Torchance blieb jedoch zunächst aus. Nach rund zehn Minuten im zweiten Abschnitt schien man dann den Sturm der Gastgeber erst mal überstanden zu haben und kam wieder besser ins Spiel. In dieser Phase gab es einen Doppelwechsel beim HFC, beim FCS kam Kianz Froese für Julian Günther-Schmidt ins Spiel (63.). Doch die bessere Phase beim FC verebbte schnell und man sah sich zunehmend wieder tief in der eigenen Hälfte wider. Der erhöhte Druck der Gastgeber produzierte dann auch folgerichtig Chancen. Barylla warf sich mit vollen Einsatz in einen Abschluss von Derstroff (65.). Zwei Minuten später war der Ausgleich zum greifen nah. Im Saarbrücker Strafraum brannte er lichterloh, die FCS-Defensive warf sich mit allen Möglichkeiten in die zwei Abschlüsse und Sverko konnte am Ende mit Glück klären. In dieser Situation verletzte sich Bjarne Thoelke. Der Innenverteidiger probierte es zwar noch mal, musste aber kurz darauf endgültig das Feld verlassen. Für Thoelke kam Uaferro ins Spiel (69.).


Zu diesem Zeitpunkt hatte der FCS längst auf ein 4-4-2-System mit Jacob und Shipnoski in der Spitze umgestellt. Die erneut erzwungene Umstellung in der Innenverteidigung stabilisierte die FCS-Defensive nicht. Nach einer Flanke stimmte die Zuordnung nicht. Boyd köpfte am langen Pfosten quer, Manu tauchte auf der anderen Seite des Tores frei auf und schaffte es aus einem Meter das Tor zu verfehlen. Der in der Luft liegende Treffer gab es zwei Zeigerumdrehungen später. Halle kam einmal mehr über den starken Manu auf der rechten Seite, er setzte sich im Zweikampf mit Barylla durch und brachte den Ball ins Zentrum. Der FCS klärte vor den eigenen Strafraum und der Abschluss von Nietfeld aus der zweiten Reihe landet im linken unteren Eck des FCS-Tores. Kein Verteidiger brachte den Fuß an den Ball, Torhüter Batz blieb durch einen Aufsetzer auf dem holprigen Rasen ohne Chance. Längst es war der hochverdiente Ausgleich. Bitter: Eine Minute vorher hatte sich der FCS zum ersten Mal in der Halbzeit auch Offensiv in Szene gesetzt. Nach einem Eckball wurde ein Kopfball von Uaferro jedoch kurz vor der Linie gerettet. Es blieb ein Spiel auf Messers Schneide mit leicht besseren Gastgebern und der HFC ging mit dem Ausgleich im Rücken auch mehr auf den Sieg. Der FCS spielte nun aber wieder mehr mit, hatte mehr Ballbesitzphasen und konnte so Druck von der eigenen Defensive nehmen. So verlagerte sich das Spiel wieder ins Mittelfeld und in zahlreiche Zweikämpfe. In der Folge sahen einige Spieler die gelbe Karte. Fünf Minuten vor Schluss zog Kwasniok seine letzten Optionen und brachte Mendler, Gouras und Breitenbach für Jänicke, Golley und Shipnoski ins Spiel. Die drei frischen Spieler belebten das FCS-Offensivspiel noch mal und man hatte drei vielversprechende Angriff über die rechte Seite. Eine echte Torchance blieb aus. Breitenbach versuchte es aus der zweiten Reihe, traf den Ball jedoch völlig flach und Mendler hätte im Strafraum lieber dem besser postierten Gouras eine vielversprechende Abschlussmöglichkeit gelassen. So landete sein verunglückter Abschluss im Seitenaus. In letzter Sekunde hatte der HFC noch mal die Chance auf den Siegtreffer. Nach einem langen Ball in den Strafraum parierte zunächst Batz mit dem Fuß, anschließend warfen sich mehrere FCS-Spieler in die Schussbahn und klärten. Es war die letzte Aktion im Spiel.


Was nimmt man jetzt aus diesem Spiel mit? In erster Linie einen Punkt. Diesen Zähler hat man und mit diesem Zähler hält man den Abstand nach unten. Ansonsten sind es Ärger und Freude. Ärger über das Halbzeitergebnis. Man hat so viel investiert, man hat Auswärts mal wieder einen dominanten Spielstil gehabt und man hat so viele Fehler beim Gegner erzwungen. Trotzdem führst du nur mit 1:0 zur Pause und dieses Tor fällt in einer Phase wo du nicht mehr ganz diesen Zugriff auf das Spiel hattest. Man muss sich in den ersten 25 Minuten belohnen, man muss da schon in Führung gehen und eigentlich auch mit zwei Treffern vorlegen. Gute Halbzeiten muss man in solchen Spielen nutzen und sich auch mal vom Gegner absetzen. Ein Stück weit Freude braucht es dagegen nach dem zweiten Abschnitt. Die Gastgeber wurden besser und dies war auch so zu erwarten. Das man selbst nicht über 90 Minuten ein Tempo wie im ersten Abschnitt fahren kann ist auch logisch. Man hat sich in der Phase vor dem Tor aber zu tief in die eigene Hälfte drücken lassen, man hat zu viel Druck zugelassen und zeitweise war es ein Powerplay der Gastgeber.


Der Ausgleich nach 73 Minuten war überfällig und hätte schon vorher fallen müssen. Man hat es in dieser Phase nicht mehr geschafft für Entlastung zu sorgen. Man konnte in der Offensiv keine Bälle mehr halten, keine Umschaltmomente erzeugen und der Defensive mal Verschnaufpausen verschaffen. Da haben Shipnoski, Golley, Jänicke zu wenig getan. Auch die Einwechslung von Froese verpuffte fast ohne Wirkung. Unter diesem Druck entstehen zwangsläufig Chancen und die gezwungenermaßen ständig umgestellte FCS-Defensive ist nicht sattelfest. Zumal bei so vielen langen Bällen in den Strafraum man nicht alles ohne jede Gefahr verteidigen kann und irgendwann kommt es dann zu einem solchen Gegentreffer. In Magdeburg konnte man diese Phase verteidigen, heute ist das nicht ausreichend gelungen. Auch die nötige Auswechslung von Thoelke hat nicht geholfen. Er hatte bis dahin ein sehr starkes Spiel gezeigt. Auch Luca Kerber hat dann auf der Sechs Probleme bekommen. Der Junge hat wie schon in Meppen ein ordentliches Spiel gezeigt und seine Aufgabe erfüllt. Der Mut des Trainers ihn als alleinige Sechs zu bringen hat sich gelohnt.- Wie oft genug auch Zeitz in den letzten Wochen wurde er in der entscheidenden Phase dann zu oft von seinen Mitspielern alleine gelassen. Angesichts der eigenen verpassten Möglichkeiten in Hälfte 1 und der Chancen der Gastgeber in Hälfte 2 hätte das Spiel auch noch komplett kippen können. Nimmt man das komplette Spiel ist es dagegen eine gerechte Punkteteilung. Über viele Phasen war es ein ordentliches Drittligaspiel mit ansehnlichen Passagen und beide Teams egalisieren sich mit ihren starken Halbzeiten.


Vor dem Spiel hätte man den Punkt in Halle sicher unterschrieben und bei allem Frust über den Spielverlauf wird man mit den Punkt mit Abstand auch leben können. Es bleibt aber erneut ein Spiel ohne Dreier und für das Selbstvertrauen innerhalb der Mannschaft würde ein solcher Sieg noch mal gut tun. Mit Unentschieden bleibt man mehr oder weniger auf der Stelle stehen und man ist nun auch schon wieder drei Spiele ohne Sieg, überhaupt hat man nur einmal in den letzten Monaten gewonnen und den erhofften Turnaround kann auch dieses Spiel nicht bieten. Zur Wahrheit gehört aber auch: In diesem Jahr hat man bisher vier Spiele Auswärts bestritten, dazu kommt das halbe Auswärtsspiel in Frankfurt.


Von einem Heimvorteil (sofern es ihn bei Geisterspielen überhaupt gibt) profitiert der FCS im Vergleich zu den anderen Drittligisten nicht und wird dies möglicherweise auch in den nächsten Wochen nicht tun können. Die Auswärtsbilanz ist mit vier Punkten ordentlich. Ein Sieg aus Magdeburg/Meppen und der Punkt in Halle erfüllen das Soll, die Niederlage in Rostock passiert. Die zwei Punkte aus dem Heimspiel gegen Lübeck fehlen aber in dieser Rechnung und damit sieht die ganze Sache schon ein gutes Stück schlechter aus. In der Tabelle ist der FCS nun auf dem neunten Platz angekommen. Man hat 31 Punkte auf dem Konto und der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt mindestens zehn Punkte. Diesen Puffer sieht man gerne und die nächsten drei Spiele werden den weiteren Weg vorgeben. Man spielte erst gegen Duisburg, dann in Unterhaching. Beide Teams belegen momentan einen Abstiegsplätz und Spiele sind mögliche BigPoints um Teams aus dem Keller zu distanzieren. Danach kommt es dann in einem weiteren Heimspiel zum Nachholspiel gegen Zwickau. Mannschaft und Trainer bleibt nun eine komplette Woche um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Erst am kommenden Montag empfängt der FCS dann den MSV zum nächsten Heimspiel. Anstoß soll dann um 19:00 Uhr sein. Der Spielort für diese Begegnung ist noch offen.

Kommentare 11

  • Wie verschieden mal ein Fußballspiel sehen kann. Alleine Batz verhinderte den Ausgleich schon vor der Pause. Null Zugriff in der zweiten Halbzeit, den Kampf um den zweiten Ball so gut wie immer verloren. Nach klaren Torchancen gezählt Halle ganz klar im Plus.

  • Wadenbeinbruch bei Thoelke. Schöne Scheiße, gute Besserung.

  • Thoelke richtig richtig stark. Der hat was uns fehlt. Bezichnend das der Ausgleich 5 Minunten nach seiner Auswechslung fällt. Batz Weltklasse. Man muss eigentlich erwarten können das man zwei gleichmäßige Halbzeiten hinbekommt. Eigentlich fangen die Probleme aber regelmäßig mit unserer Führung an - seltsam.

  • Die Analyse von LK kann einem Sorgen bereiten. Übersetzen wir das mal. Wir brauchen in der Regel 2 und um ganz sicher zu gehen 3 Tore um ein Spiel sicher zu gewinnen. Wir haben nicht die nötige Phsysis in der Mannschaft um auf Strecke dagegen zu halten. Sobald der Gegner auf lange Bälle umstellt bricht bei uns das Chaos aus.

  • Weiß man schon wie es um Thoelke bestellt ist?

  • Das Problem ist das trotz der wirklich guten Halbzeit das Schema bestehen bleibt. Wir starten gut, besser als der Gegner und gehen dann regelmäßig ein. Kerber war lange Zeit gut gegen mitte zweite Halbzeit ging ihm aber die Puste aus was absolut keine Kritik ist, guter Junge den man Problemlos bringen kann. Das war alles Warmlaufen in den nächsten 3 Spiele sitzen die Dinger die sich bieten hoffentlich wieder und hoffentlich auch mit Thoelke, vielleicht hätten wir es mit ihm über die Zeit gebracht??

    • Gerade in der ersten Halbzeit fand ich Kerber defensiv richtig gut. Er hatte 4-5 richtig gute Aktionen, in denen er ohne groß Foul zu spielen die Gegner stellt und stört. Der Junge macht Spaß und ich hoffe, dass er auch weiterhin seine Einsatzzeiten erhält.


      Goalgetters Bericht bringt mal wieder vieles auf den Punkt. Was mir (insbesondere in Halbzeit zwei) noch aufgefallen ist: Halle war körperlich unglaublich präsent, was sich nicht nur durch die gelben Karten gezeigt hat. Als Beispiel weise ich auf Manu hin, der nicht der größte und breiteste Spieler auf dem Feld war, jedoch giftig und unangenehm in den Zweikämpfen. Günter-Schmidt hat mir in diesem Zusammenhang gut gefallen, da er desöfteren mal Fouls gezogen hat

  • Muss mir das nochmal ansehen, beim schauen hatte ich die ganze zweite Hälfte das Gefühl das die Aufteilung nicht so richtig stimmte wenn Halle über außen kam oder lange Bäller über die Seiten spielt. Ich hatte den Eindruck das Fanol da ein ums andere mal zu weit Innen stand. Wobei ich mit ihm auf der Position -bei dem momentan zur Verfügung stehende Personal- zufrieden bin.


    Ansonsten hat man eben wieder gelitten weil man in Abschnitt eins die Dinger nicht rein gemacht hat, ich dachte schon das nach der brenzligen Situation kurz vor der Halbzeit die Sache heute anders laufen kann trotz den vergebenen Chancen. Aber am Ende muss man dann doch wieder mit dem Punkt zufrieden sein.

    • Mein Point of View:

      Das war nicht mal unbedingt ein Thema der Außenverteidiger. Halle hat mit vielen langen Ballen agiert und hat dazu dann auch Eberwein gebracht. Mit Boyd und Eberwein musst du das Zentrum massieren um die zweiten Bälle zu gewinnen. Barylla willst du in dieser Situation nicht nach innen ziehen, weil er den schnellen Manu decken muss und die langen Bälle meist aus der linken Hallenser Hälfte kamen. Zieht Barylla nach innen, kommt er bei einem durchrutschenden Ball nicht mehr hinterher. Er muss das über Stellungsspiel lösen. Bleibt nur der rechte Verteidiger für einen zusätzlichen Mann im Zentrum. Das war einer der Gründe für die Umstellung auf ein reines 4-4-2-System. Froese hat Zentral nicht die erhoffte körperliche Stärke gebracht. Also ist Jänicke als dritter Mittelfeldspieler immer wieder nach innen abgekippt (vom Spielmuster her hätte es eigentlich Golley sein müssen) und konnte die Wege auf der rechten Außenbahn nicht mehr gehen. Zweites Problem: Da man so tief stand, haben die beiden Spitzen nicht als Anläufer ausgereicht. Halle hat immer wieder auf Links verlagert und Jänicke war dann schon mehr im Zentrum, Shipnoski oder Jacob kamen in Unterzahl nicht so schnell in Drucksituationen.

    • Okay das macht sinn. Nicht so wie von dir beschrieben, aber das da jemand nicht nach hinter nachkommt schien mir auch die logische Erklärung. Ich glaube zu Lugingers Zeiten spielten wir das Taktisch absichtlich so haha;) Ich finde man hätte da einwirken sollen, denn anders konnte wollte Halle ja nicht mehr spielen. Aber hätte hätte. Mit der Leistund kann man leben und dennoch bleibt das gefährlich es wird der Mannschaft schon wieder ein bisschen selbstvertrauen geraubt haben, ich denke aber dennoch, wir werden zum guten Schluß nichts mit dem Abstieg zu tun haben außer es passieren noch ganz verrückte Sache die bei uns nie auszuschließen sind.