Infos rund um das Heimspiel gegen den MSV Duisburg

Das Jahr 2021 hielt für den FCS kaum keine Heimatgefühle parat. Fünf Auswärtsspiele und das halbe Auswärtsspiel in Frankfurt gegen Lübeck standen auf dem Programm. Immerhin konnte man zuletzt gegen 1860 München im langjährigen Exil in Völklingen spielen und eine Art Heimspiel für sich verbuchen. Nun warten auf den FCS gleich drei Heimspiele (die Nachholspiele gegen Duisburg und Zwickau sowie das reguläre Heimspiel gegen den KFC Uerdingen) innerhalb von sieben Tagen. Eine Rückkehr in den Ludwigspark ist dabei ohne Alternative.






Wie ist die Situation im Park?

Nach zwei sehr kurzfristigen Spielabsagen gab es - wie angesprochen - gegen 1860 München den Wechsel nach Völklingen. Die Tatsache, dass bei frühlingshaften Temperaturen im kleinen Hermann-Neuberger-Stadion, nicht aber im neuen Ludwigspark gespielt wurden konnte, stellt einen Zuwachs für die (unendlich wirkende) Pannengeschichte rund um den Stadionumbau dar. Am Mittwoch soll nun zum ersten Mal in diesem Jahr im Park gekickt werden. Das Wetter hat in der letzten Zeit alles für eine Austragung getan. Viel Sonnenschein und an fast allen Tagen zweistellige Temperaturen sind für die Jahreszeit kaum zu toppen. Zudem hatte der bis Mittwoch zwei Wochen Zeit zur Erholung und Pflegemaßnahmen des Eigentümers konnten umgesetzt werden. Dies betrifft die Punkte aerifizieren, walzen, düngen und nachsäen. Die Stadt hat das Spielfeld am Freitag zudem als "bespielbar" gekennzeichnet. Zu Wochenbeginn soll der Platz nun noch mit einem Netz abgezogen und einer leichten Walze nochmals befahren werden. Bedeutet: Sollte unter diesen Bedingungen eine Austragung des Spiels am Mittwoch im Ludwigspark nicht möglich sein, so wird man überhaupt nicht mehr auf dem Geläuf spielen. Im zweiten Schritt wird die Belastung mit drei Spielen in kurzer Zeit ein Stresstest für den Rasen. Spätestens nach diesen Spielen weiß man um die Beschaffenheit des Platzes und den Erfolg der Druckluftmaßnahme. Diese Maßnahme soll an einigen Stellen auf dem Platz nach dem Heimspieldreierpack abgeschlossen werden. Für die Malstätter wäre es das erste Flutlichtspiel im Ludwigspark seit dem 16.Oktober 2015 (Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern II). In der 3.Liga spielte man zuletzt am 25.März 2014 (gegen Hansa Rostock) unter Flutlicht im Park.


Die Situation im Hermann-Neuberger-Stadion

Gegen 1860 München ist der FCS ins Völklinger Exil zurückgekehrt. Mangels tauglicher Flutlichtanlage wird die Spielstätte Anfang März (trotz Anstoß um 17:00 Uhr) nicht zur Verfügung stehen.


Die Situation im Stadion am Bornheimer Hang

Einen erneuten Umzug in das Stadion am Bornheimer Hang in Frankfurt will der FCS unter allen Umständen vermeiden. Für Mittwoch steht das Stadion so oder so nicht zur Verfügung. Am gleichen Tag bestreitet der FSV Frankfurt sein Heimspiel gegen den SC Freiburg II.


Eine lästige Gewohnheit: Geisterspiele

Das Heimspiel gegen den MSV Duisburg stellt schon das elfte Geisterheimspiel in der Geschichte des FCS dar. Bereits die letzten neun Heimspiele (darunter sieben Spiele im Ludwigspark) in der 3.Liga sowie das Pokalhalbfinale gegen Bayer 04 Leverkusen im Juni 2020 mussten ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Mit dem anstehenden Heimspieldreierpack wird diese Anzahl weiter steigen. In dieser Woche wurde ein mögliches Konzept für eine Rückkehr der Zuschauer in die Stadien veröffentlicht. Dieser Ansatz sieht eine Belegung der Sitz- und Stehplätze mit bis zu 40% der maximalen Zuschauerkapazität vor. In einem fertigen Ludwigspark wären damit maximal 6.400 Zuschauer möglich. Ob beim derzeitigen Bauabschnitt alle Tribünen im Stadion (zumindest eingeschränkt) genutzt werden können ist ungewiss. Die genauen Bedingungen und der Zeitpunkt für eine Rückkehr in die Stadien bleibt ebenfalls offen. Zu schnelle Schritte sollte man sich indes nicht erhoffen. Deutschland befindet sich weiterhin in einem Lockdown, Zuschauer bei Sportveranstaltungen sind generell untersagt und das Saarland gilt seit Monaten als Risikogebiet. Der Inzidenzwert lag in den letzten Tagen etwa bei 70, der Regionalverband Saarbrücken liegt leicht darüber.



Die Vergangenheit gegen den MSV Duisburg


98.189 - So viele Zuschauer begrüßte der FCS zu den bisherigen elf Heimspielen gegen den MSV. Im Schnitt waren 8.926 Zuschauer im Ludwigspark. Die meisten Zuschauer kamen zu den beiden Bundesligaspielen. 1964 waren 18.000 Zuschauer vor Ort, im Dezember 1976 verfolgten 26.000 Besucher den 1:0-Heimsieg (Tor: Harry Ellbracht). Auch im Januar 2005 war man fünfstellig. Im Schnee- und Eisspiel sahen 10.000 Zuschauer einen 4:1-Heimsieg in der 2.Bundesliga. Die wenigsten Besucher kamen 1991 (4.500). Der einzige Vergleich in der 3.Liga (2014) fand vor 6.189 Zuschauern statt.


Zuschauertabelle

In dieser so besonderen Saison 2020/21 lässt der Blick auf die Zuschauertabelle kein realistisches Bild zu. Zuschauerbeschränkungen zu Saisonbeginn und seither durchgängige Geisterspiele nehmen mehr Einfluss als Zuschauerinteresse und Kartennachfragen. Der FCS steht bei 900 Zuschauern im Schnitt und einer Auslastung von 100%.


In eigener Sache

Informationen rund um den neuen Ludwigspark findet ihr verteilt auf unserer Homepage. Fast täglich ist unser Bayernsepp rund um das Stadion unterwegs und lässt seine Bildergalerie zum Baufortschritt anwachsen. Außerdem sind viele Daten und Fakten zum Stadion in der entsprechenden Rubrik hinterlegt.

Kommentare 3