Wie könnte Haching spielen?

Die SpVgg ist unter Trainer Arie van Lent normal in einem klassischen 4-2-3-1-System unterwegs. Gerade Defensiv agiert man in diesem System, im eigenen Ballbesitz interpretiert man das eigene Spiel dann gerne in einem 4-1-4-1-System. Zuletzt setzte man im Auswärtsspiel beim SV Meppen erstmalig auf 3-5-2-System. Die SpVgg kommt sehr gerne über ihren Ruf als Ausbildungsverein, besitzt jedoch auch viele gestandene Kräfte im Kader. Um diese Spieler herum hat man in dieser Saison dann schon den ein oder anderen jungen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs eingebaut. Im Tor gab es in dieser Saison schon ordentlich bewegen. Im Winter wurde in Nico Mantl die Nummer 1 verkauft. Sein Stellvertreter Steve Kroll (zwei Einsätze) fehlte in den letzten sechs Spielen verletzungsbedingt. Der Nummer 3, Lino Volkmer (19) traut man den Sprung noch nicht ganz zu, entsprechend hat man zuletzt Nachmittags Jo Coppens verpflichtet und am gleichen Abend ins Tor gestellt. Der 30-Jährige ist ein drittligaerfahrener Keeper und stand nun in den letzten Spielen im Tor.


Auf der rechten Abwehrseite hat man in Markus Schwabl einen sehr erfahrenen Mann. Der 30-Jährige ist (mit zwei Ausflügen) ein Hachinger Urgestein und ist mittlerweile seit 2018 gesetzt. Aktuell ist er auch der Kapitän der Mannschaft. Er ist ein sehr offensiv eingestellter Außenverteidiger und steht schon bei acht Torvorlagen. Auf seine Tempoläufe samt Flanken gilt es zu Achten. Zuletzt in Meppen fehlte er gelbgesperrt. Seine Sperre wurde als Begründung für den Systemwechsel angegeben. Nicht viel weniger erfahren als Schwabl auf Rechts ist Max Dombrowka auf der linken Seite. Er wurde von Bayern München ausgebildet und ist mittlerweile seit 2015 in Unterhaching aktiv. Über den größten Teil der Saison war er gesetzt, so auch in den letzten beiden Spielen wieder. Auf seine langen Einwürfe gilt es zu Achten. Mitte Januar hatte er dagegen kurzfristig seinen Platz an den jungen Jannis Turtschan (4 Einsätze) verloren. Turtschan ist auch eine Option für die rechte Abwehrseite. Außenverteidiger Jannik Bandowski (26) scheint indes keine Rolle mehr zu spielen, er war zum letzten Mal im November im Kader. In der Innenverteidigung muss man schon die ganze Saison (und die ganze letzte Saison) zwei routinierte Akteure kompensieren. Marc Endres hat zuletzt sogar seine Karriere beendet, Kapitän Josef Welzmüller ist man einem Kreuzbandriss außen vor. Man hat da längst für andere Optionen gesorgt. Im Sommer hat man Robert Müller verpflichtet. Der 34-Jährige ist eine Konstante in der Hachinger Defensive und hat kaum mal ein Spiel verpasst. Zuletzt spielte er den zentralen Part in der Dreierkette, teilweise wurde er auch ins defensive Mittelfeld vorgezogen. Er bringt viel Erfahrung und ein sehr gutes Stellungsspiel mit. Zweiter Stammspieler ist der hochgewachsene Greger. Der 24-Jährige befindet sich schon in seiner vierten Saison als Stammspieler. In den letzten sechs Spielen spielte auch immer Felix Göttlicher von Beginn an. Der 18-Jährige (dürfte noch Jugend bis Sommer spielen) ist eines der eingebauten Talente und hat Ende November sein Debüt gegeben. Er hat durch Sperren oder Umstellungen seinen festen Platz gefunden und ist wie Greger ein hochgewachsener Verteidiger. Sechser Grauschopf ist bei Ausfällen eine zusätzliche Option.


Im defensiven Mittelfeld fehlt der erfahrene Dominik Stahl wie schon im Hinspiel verletzungsbedingt. Auf den zentralen Positionen hat man zuletzt viel getauscht, teilweise auch tauschen müssen. Meistens - sofern nicht in der Innenverteidiger gebracht - gesetzt ist Paul Grauschopf (22). Er ist einen klaren Entwicklungsschritt gegangen und hat seit Oktober falle alle Spiele von Beginn an bestritten. Alexander Fuchs (24) hat diesen Status als absoluter Stammspieler indes im Laufe der Saison eingebüßt. In den letzten beiden Begegnungen spielte er dafür wieder über je 90 Minuten. Nicklas Stierlin (20) war zu Saisonbeginn eine Stammkraft, längst wechseln sich Startelfeinsätze und Banknominierungen ab. Gegen Lübeck und Ingolstadt stand er in der Startelf, wurde jedoch jeweils zur Pause ausgewechselt. Gegen Meppen fehlte er gesperrt und steht nun wieder zur Verfügung. Auf dem rechten Flügel ist Moritz Heinrich in aller Regel die erste Wahl. Nur selten in dieser Saison war er spielberechtigt und kam dann von der Bank. Die letzten fünf Spiele hat er alle über 90 Minuten gespielt, auch letzte Saison war er schon ein Stammspieler. Er hat einen ordentlich Zug zum Tor und ist ein torgefährlicher Mittelfeldspieler. Die Alternative ist Nicklas Anspach während Spieler wie Mensah, Krauß oder der junge Hirtlreiter (noch) quasi keine Rolle spielen. Die linke Seite ist normal das Gebiet von Luca Marseiler. Der 23-Jährige gehört zu den auffälligsten Spielern der Hachinger und bringt viel Tempo mit ins Spiel. Gegen Meppen spielte er im anderen System in der Sturmspitze. Sein Vertreter ist Christoph Ehlich (22). Er bekam gegen Zwickau und Lübeck den Vorzug vor Marseiler, die letzten beiden Spiele saß er ohne Einsatz auf der Bank. Auch Angreifer Felix Schröter wird regelmäßig auf die linke Seite gezogen, meist jedoch (wie im Hinspiel) eher als Joker. Heinrich und Marseiler können auch problemlos die Seiten tauschen.


Die Rolle hinter den Spitzen ist an sich Prädestiniert für Lucas Hufnagel. Der 27-Jährige war auch letzte Saison Stammspieler und ist ein guter Fußballer mit viel Übersicht. Er kann seine Kollegen in Szene setzen wenn man ihm den Raum gibt und er lässt sich gerne auch weiter ins Mittelfeld fallen oder geht mit in die Spitze. Unangefochtener Stammspieler ist er aber schon seit Wochen nicht mehr. Auch in den letzten beiden Spielen kam er nur von der Bank, obwohl er auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden könnte. Seinen festen Platz (15 Startelfnominierungen in den letzten 18 Spielen) hat sich dafür Niclas Anspach (20), auch die letzten beiden Spiele hat er von Beginn an gespielt. Er ist ein anderer Spielertyp, er weicht gerne auch mal auf die Flügel aus und bedient von dort seine Mitspieler. Sascha Bigalke und Nicolaj Madsen sind aussortiert. Julian Richter spielt nur selten eine Rolle. In der Hinterhand hat man dafür noch zwei junge Spieler. Boipelo Mashigo (17) kommt zu vier Einwechslungen, war jedoch längere Zeit nicht mehr im Kader. In den letzten vier Spielen stand dafür B-Jugendspieler Fynn Seidel im Aufgebot und hat gegen Lübeck auch seinen ersten Kurzeinsatz gehabt.




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