Vorbericht: Löwen-Duell am Wochenende

Der nächste Anlauf: Nach vier vergeblichen Versuchen im Jahr 2021 ein Heimspiel im Ludwigspark zu bestreiten, nimmt man am Wochenende einen fünften Anlauf. Der Spielplan sieht das Heimspiel gegen den TSV 1860 München vor. Anstoß im Park soll am Samstag um 14:00 Uhr sein. Aufgrund der bekannten Problematik im Stadion (genauere Informationen) steht das Spiel nach der erneut kurzfristigen Absagen gegen den FSV Zwickau am Mittwoch ebenfalls auf der Kippe. Sollte das Spiel über die Bühne gehen, ist mit dem TSV 1860 München ein absolutes TOP-Team der Liga zu Gast. Die Löwen belegen aktuell den vierten Tabellenplatz und mischen mächtig mit im Aufstiegskampf. Es wäre nicht nur das erste Heimspiel seit über zwei Monaten, sondern auch das erste Gastspiel der Münchener seit den Aufstiegsspielen 2018.






Wieder fünf Wechsel erlaubt

Unter der Woche hätten im Nachholspiel gegen den FSV Zwickau nur drei Wechseloptionen vorgenommen werden dürfen. Diese Situation wird man dann beim erneuten Nachholtermin berücksichtigen müssen. Am Samstag (und in allen anderen Spielen in dieser Saison außer dem Heimspiel gegen Zwickau) sind dagegen fünf Wechsel erlaubt. Dafür dürfen wie gewohnt drei Wechselzeitpunkte im laufenden Spiel sowie zusätzlich die Halbzeitpause genutzt werden.


Livestream

Das Spiel findet zwar am Samstag statt, die Sendeanstalten der ARD haben für dieses Wochenende jedoch drei andere Spiele für die Übertragung ausgewählt. Das Spiel des FCS ist somit wieder einzig im Livestream bei Magenta Sport zu sehen. Alle Informationen.



Die Spielstätte/Zuschauer

Wiederholt zum ersten Mal im Jahr 2021 soll ein Heimspiel des FCS im Ludwigspark stattfinden und die Malstätter könnten in den Genuss eines Heimvorteiles kommen. Ob (& wo) tatsächlich gespielt werden kann bleibt offen. Bei Austragung der Begegnung handelt es sich einmal mehr um ein Geisterspiel. Wie gewohnt haben wir trotzdem einige Dinge rund um den neuen Ludwigspark zusammengefasst.



Bilanz

22 Pflichtspiele gab es gegen die erste Mannschaft Löwen in der Geschichte und die Bilanz könnte positiver aussehen. Es gab erst vier Siege, dazu kommen acht Unentschieden und zehn Niederlagen. In Heimspielen ist die Bilanz fast ausgeglichen. Hier gab es drei Siege, vier Unentschieden und drei Niederlagen. Im Ludwigspark (3-4-3) ist sie sogar komplett ausgeglichen. Das letzte Heimspiel bestritt man in Völklingen und es war ein bitterer Donnerstag für die Malstätter. Im Hinspiele der Aufstiegsspiele zur 3.Liga geriet früh in Rückstand und kassierte zudem schon im Laufe der ersten Hälfte eine rote Karte. In Unterzahl glich man vor der Pause aus, doch direkt nach der Halbzeit gab es den nächsten Nackenschlag. Den erneuten Ausgleich durch den eingewechselten Schmidt konterte 1860 erneut und gewann mit 3:2. Einige Tage später stiegen sie in die 3.Liga auf. Das Hinspiel in dieser Saison gewann dafür der FCS. Jacob brachte den FC früh per Kopf in Führung, vor der Pause nutzte Breitenbach eine Umschaltaktion zum 2:0. Als die Löwen im zweiten Abschnitt einen Elfmeter zugesprochen bekamen (Uaferro räumte den Spieler an der gleichen Stelle ab wie Müller 2018) wurden die Erinnerungen an das Spiel am 27.Mai 2018 wieder vollständig lebendig. Trotz Anschlusstreffer überstand der FCS jedoch die folgende Abwehrschlacht und gewann mit 2:1. Das letzte Heimspiel im Ludwigspark gab es gegen die Blauen im Dezember 2005. 7.800 Zuschauer waren in den Park gekommen und sahen keine Tore. Rund ein Jahr zuvor, im November 2004 gab es den letzten Heimsieg. Vor 13.000 Zuschauern ging man früh durch Bencik in Führung, Diane legte nach 13 Minuten nach. 1860 kam durch Lehmann zum Abschluss, doch in der Schlussviertelstunde festigten Hagner und Örtülü den 4:1-Heimerfolg. Auch 1978 und 1974 wurden Heimspiele gewonnen.



Der Gegner: TSV 1860 München

Der Turn- und Sportverein München von 1860 e. V. - kurz bekannt unter TSV 1860 München oder 1860 München - ist einer der großen Traditionsvereine in der 3.Liga. Die Fußballabteilung existiert seit 1899. Die großen Tage liegen jedoch schon seit einiger Zeit zurück, so wurde der Club im Jahr 1966 deutscher Meister und war zuvor Gründungsmitglied der Bundesliga. Neben Erfolgen im DFB-Pokal stand man 1965 auch im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Seit dem Jahr 2002 ist die Fußballabteilung in eine GmbH ausgegliedert. Zum letzten Mal in der Bundesliga war man von 1994 bis 2004, danach spielte man bis 2017 durchgängig in der 2.Bundesliga. Im Sommer 2017 stieg man in der Relegation gegen Regensburg ab, aus finanziellen Gründen ging es direkt in die Regionalliga. Dort gelang (mit den erfolgreichen Aufstiegsspielen gegen den FCS) der sofortige Aufstieg in die 3.Liga. In den vergangenen beiden Spielzeiten erreichte man dort den zwölften und achten Platz. Letzte Saison war man dabei bis zum Schluss im Kreise der Anwärter für den Aufstieg/Relegation. Auf Sicht ist die Rückkehr in die 2.Bundesliga ein großes Thema für die Löwen und im besten Fall soll der Aufstieg schon in dieser Saison gelingen. Als Trainer steht Michael Köllner in der Verantwortung. Der 51-Jährige ist seit November 2019 im Amt und zwar zuvor Trainer beim 1.FC Nürnberg. Ansonsten war er auch schon im Jugendbereich von Greuther Fürth und Jahn Regensburg aktiv. Er beerbte Aufstiegstrainer Daniel Bierofka. In Marius Willsch steht ein ehemaliger FCS-Spieler im Kader der 60er. Willsch spielte in den Spielzeiten 2016/17 für den FCS und bestritt insgesamt 48 Spiele (42 Regionalligaspiele) für die Blauschwarzen. In dieser Zeit gelangen ihm vier Tore. Beim FCS kam er über die offensiven Außenbahnen, mittlerweile ist er als rechter Verteidiger etabliert.



Transferaktivitäten

Im Winter hat 1860 nur wenige Korrekturen am Kader vorgenommen. Im Dezember hatte Angreifer Martin Pusic (33) den Club bereits verlassen. Er spielte bei 1860 nur eine untergeordnete Rolle. Seinen Abgang konnte man mit zwei Neuzugängen ersetzen. Von den Würzburger Kickers verpflichtete man Keanu Staude (24). Er kann im Sturm spielen, fühlt sich in der Reihe dahinter jedoch am wohlsten. Dazu kam Merveille Biankadi (25) als Leihgabe vom 1.FC Heidenheim. Auch er spielte eher auf den Flügeln als im Sturm. Beide Neuzugängen erhöhen die Breite im Kader.



Bisherige Saison & Tabellensituation

Im Hinspiel kassierte 1860 die erste Saisonniederlage und es begann eine schwierigere Phase in der Saison. Man gewann zwar wenige Tage später bei der SpVgg Unterhaching. Dressel und Mölders trafen zum 2:0-Erfolg. Im Heimspiel gegen den MSV Duisburg setzte es dafür jedoch eine unerwartete 0:2-Pleite. Mit nur einem Heimsieg in vier Spielen waren die Heimspiele das Problem und dies beendete man am 9.Spieltag zuhause gegen Halle. Nach 90 Minuten gewann man mit 6:1. Das Ergebnis fiel deutlich klarer aus als das Spiel, der Sieg war jedoch hochverdient. Ein Doppelschlag vor der Pause und ein Doppelschlag nach der Pause entschied die Begegnung. Mittelfeldspieler Dressel erzielte vier Tore, auch Mölders und Tallig trafen. Es folgten fünf Spiele ohne Sieg. In Dresden gab es eine knappe 1:2-Pleite, das folgende Heimspiel gegen den KFC Uerdingen sah keine Treffer. In Verl führte 1860 durch Lex, am Ende stand ein 1:1-Unentschieden zu Buche. Gegen Türkgücü München führte man sogar zwei Mal (Greilinger und Mölders), beide Male glichen die Gäste noch aus. Anfang Dezember konnte man zudem eine Führung bei Viktoria Köln durch Neudecker nicht halten und unterlag durch einen Last-Minute-Treffer mit 1:2. Aus dem Tief ging es dann wieder in die Höhe. Das Heimspiel gegen Waldhof Mannheim begann perfekt, bereits nach drei Minuten führte man mit 1:0. Mölders sorgte bis zur 27.Minute für einen Lupenreinen Hattrick und am Ende gewann München locker mit 5:0. Auch in Kaiserslautern ging man früh in Führung und legte kurz vor der Pause nach. Am Ende gewann man mit 3:0. In die Winterpause ging man mit einem Remis gegen Wiesbaden. Hier man man schon 0:2 hinten, doch in der Endphase trafen noch Mölders und Knöferl zum Ausgleich. Nach der kurzen Winterpause gewann man gleich mal das Nachbarschaftsduell bei Bayern II. In jeder Halbzeit traf 1860 spät, rund eine Stunde spielte man in Überzahl. Auch das Spitzenspiel gegen Ingolstadt gewann man durch ein Tor von Mölders spät. Die Heimprobleme gegen Mannschaften von unten setzte sich jedoch fort. Mitte Januar kam man gegen den SV Meppen nicht über ein Remis hinaus, eine Woche später verlor man zuhause gegen den FSV Zwickau mit 0:1. Dazwischen lief es Auswärts besser und beim 1.FC Magdeburg gab es einen deutlichen 3:0-Sieg. Einmal mehr ging 1860 früh in Front und baute das Ergebnis dann im zweiten Abschnitt aus. Das letzte Auswärtsspiel beim VfB Lübeck fiel den Witterungsbedingungen zum Opfert am letzten Wochenende empfing man Hansa Rostock zum Heimspiel. Obwohl man fast die komplette zweite Hälfte mit einem Mann mehr agierte gelang 1860 kein Treffer und das Spiel endete Unentschieden.


In der Tabelle hat man durch die letzten Ergebnisse eine Ausgangslage eingebüßt. Man lag über einige Spieltage auf einem direkten Aufstiegsplatz, mittlerweile ist man auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht. Man hat 38 Punkte auf dem Konto und 23 Spiele ausgetragen. Der Dritte Rostock ist einen Punkt entfernt. Ingolstadt auf Platz 2 ist drei Zähler entfernt und der Rückstand auf Spitzenreiter Dynamo Dresden liegt bei sechs Punkten. Alle Teams haben zudem ein Spiel weniger ausgetragen als die Löwen. Sie haben bereits zehn Mal in dieser Saison gewonnen, dazu kommen acht Unentschieden und fünf Niederlagen. Seltener hat kein anderes Team in der Liga verloren. Auch in Sachen erzielter und kassierter Treffer stellen die Löwen den Bestwert in der Liga. Man steht Offensiv bei 42 Saisontoren. Nur der SC Verl hat die gleiche Anzahl an Treffern erzielen können. Der beste Torschütze der Mannschaft ist Sascha Mölders. Der 35-Jährige steht bei 13 Saisontoren und führt damit auch die Liga an. Ihm folgt Dennis Dressel mit sechs Toren, Stefan Lex und Philipp Steinhart haben jeweils vier Tore gemacht. Bester Vorlagengeber ist Richard Neudecker (6). Die hohe Trefferanzahl resultiert auch aus den drei hohen Heimsiegen gegen Lübeck, Halle und Magdeburg mit insgesamt 15 Treffern. Mindestens einen Treffer erzielen sie fast immer, in den letzten beiden Spielen gab es jedoch kein Tor. 21 Gegentore sind auf der anderen Seite gemeinsam mit Spitzenreiter Dynamo Dresden der Bestwert. Schon acht Mal in dieser Saison gab es keinen Gegentreffer und in den letzten drei Spielen kassierte man nur einen einzigen Treffer.



Aufstellung gegen Hansa Rostock


f2cu3.png%20