Im Blickfeld: Wie könnte Verl spielen?

Der SC Verl hat unter Gino Capretti ein ähnliches System wie der FCS auf die Fahne geschrieben und agiert ebenfalls in einem Art 4-3-3 oder 4-1-4-1-System. Die Außenbahnspieler sind dabei noch ein Stück offensiver eingestellt als bei den Malstättern. Die Nummer 1 in Verl ist Robin Brüseke. Der 27-Jährige ist ein Eigengewächs und kam 2012 aus der eigenen Jugend hoch. Seit 2016 ist er mittlerweile die erste Wahl im Tor. Auch der im Sommer aus Paderborn verpflichtete Till Brinkmann konnte diesen Status nicht übernehmen und Brüseke hat bisher alle Spiele bestritten.


Rechts hinten hatte sich zu Saisonbeginn Steffen Lang etabliert. Er fehlt nun schon seit einiger Zeit verletzungsbedingt. Sergej Schmik (31) spielt keine Rolle. Feste Größe auf der Abwehrseite ist der Ende Oktober verpflichtete Christopher Lannert geworden. Der 22-Jährige ist ein offensiv eingestellter Außenverteidiger und hat in den letzten 14 Spielen nur einmal nicht über 90 Minuten gespielt. In dem übrigen Spiel wurde von Patrick Choroba, dem letztjährigen Stammspieler der Verler ersetzt. Die linke Abwehrseite ist die Heimat von Lars Ritzka. Der 22-Jährige kam 2019 aus Hannover und hat sich gleich festgespielt. Sowohl letzte Saison als auch in der bisherigen Saison hat er Stammspieler und spielt normal immer über 90 Minuten. In zwei Spielen im November hat er gefehlt und wurde da von Lannert ersetzt. Zentral in der Abwehrkette hat man schon mehr verändert. Kapitän Julian Stöckner hat zuletzt Anfang Dezember gespielt und ist dann verletzungsbedingt ausgefallen. Auch Frederic Laach als letztjähriger Stammspieler fehlt Verl weiter durch einen Kreuzbandriss. Leander Siemann spielt keine Rolle in den Planungen. Eine Stammkraft ist Daniel Mikic. Der 28-Jährige spielt in aller Regel über 90 Minuten, so auch in den letzten fünf Spielen. Er spielt seit 2013 in Verl und hat sich über die Jahre festgesetzt. Nachdem er im letzten Jahr kein Stammspieler war konnte er sich nun eine Liga höher wieder fest in die Mannschaft spielen und wurde auch schon auf beiden Halbpositionen in der Innenverteidigung eingesetzt. Im letzten Spiel begann Lasse Jürgensen als sein Partner. Um den Jahreswechsel hatte er sich als eine Stammkraft etabliert, zuletzt musste er dann jedoch Yannick Langesberg meist den Vorzug lassen. Langesberg hat drei der letzten vier Spiele über 90 Minuten bestritten und kam gegen Magdeburg zur Pause für Jürgensen ins Spiel. Jürgensen übernimmt vor allem den linken Part in der Innenverteidigung, Langesberg den rechten Part.


Den defensivsten Part vor der Abwehr geht an Mehmet Kurt. Er ist eine der zentralen Figuren im Verler Spiel und absolut gesetzt. Gegen den Ball ist er der Abräumer vor der Abwehr, häufig auch mit Fouls (neun gelbe Karten). Mit dem Ball ist der 25-Jährige - sicher kein reiner Sechser - der Ballverteiler. Er nimmt die Bälle aus der Innenverteidigung entgegen und verteilt die Kugel dann weiter. Seine Kreise zu stören ist im Spiel gegen den SCV von entscheidender Bedeutung. Die Konkurrenz auf den beiden anderen zentralen Position ist groß, auch wenn Barne Pernot mit einem Kreuzbandriss fehlt und Sascha Korb (zugleich ein Back-Up für Kurt) kaum eine Rolle spielt. Stammspieler im rechten Halbraum ist normal Philipp Sander. Die Leihgabe aus Kiel spielte in 20 Spielen von Beginn an, zuletzt gegen Magdeburg jedoch nicht. Stattdessen kam Winterneuzugang Köhler zu seinem ersten Startelfeinsatz, zur Pause kam Sander für Köhler ins Spiel. Die zweite Position nahm lange Zeit fest Julian Schwermann ein. Der 21-Jährige hatte das Spiel der Verler in der Anfangsphase durchaus geprägt. Zuletzt kam er nicht mehr so zum Zuge, stand gegen Magdeburg aber wieder in der Startelf. Er ersetzte dabei Winterneuzugang Mael Corboz. Ein interessanter Spielertyp, vor Magdeburg stand er vier Mal in Folge in der Startelf.


Für die drei offensivsten Positionen im System hat man einige hochkarätige Alternativen. Im Sturmzentrum ist dies natürlich Zlakto Janjic. Auf die Qualitäten des 34-Jährigen kann man sich immer noch absolut verlassen und er zahlt das Vertrauen mit bislang 13 Saisontoren eindrucksvoll zurück. Der ebenfalls routinierte Matthias Haeder ist der zweite echte Stürmer im Kader, spielt aber kaum eine Rolle. Fehlt Janjic spielt man meist lieber ohne echte Spitze. Auf einer Außenbahn ist Aygün Yildirim gesetzt. Zuletzt kam er meist über den linken Flügel und er ist eine Schlüsselfigur bei Verl. Er steht bei zehn Saisontoren und ist ein stetiger Unruheherd im Spiel des SCV. Nico Hecker fehlt den größten Teil der Saison verletzungsbedingt, Justin Eilers fehlte in den letzten Wochen mit einer Muskelverletzung und auch Berkan Taz stand die letzten vier Spiele wegen Rückenprobleme nicht im Kader. Der Ausfall des 22-Jährigen schwächt Verl in der Breite. Winterneuzugang Leandro Putaro ist bisher zwei Mal eingewechselt worden. Um den dritten Platz streiten sich normal Kasim Rabihic und Patrick Schikowski. Rabihic hat meist die Nase vorn und komplettiert das starke Trio des SCV. Er steht schon bei 13 Torbeteiligungen. Auch Schikowski zeigte sich zuletzt in einer guten Form und ist ein Kandidat für einen Startelfeinsatz.



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