Im Blickfeld: Das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden

Das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden ist die traditionelle Heimspielstätte von Dynamo Dresden. Über die Jahre hatte das Stadion (Eigentümer ist die Stadt) verschiedene Sponsoringnamen im Stadion, 2018 sicherte sich neue Unternehmen die Namensrechte bis 2021 und ließen die Fans zwischen zwei ehemaligen Namen (Dynamo-Stadion, von 1971 bis 1990 und Rudolf-Harbig-Stadion, von 1951 - 1971 und von 1990 - 2010) entscheiden. Das ursprüngliche Stadion wurde 1923 eröffnet und bot schon bis zu 24.000 Zuschauern Platz. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Stadion wieder aufgebaut und 1951 als Rudolf-Harbig-Stadion eingeweiht. Dynamo (1953 in den DDR-Zügen gegründet) feierte in diesem Stadion große Erfolge. Das ehrwürdige Rund war in der jüngeren Geschichte nicht mehr zeitgemäß und man entschied sich für einen Neubau an gleicher Stelle. Dieser Neubau wurde innerhalb von zwei Jahren vollzogen und kostete rund 43 Millionen Euro.


Das heutige Stadion verfügt über ein Fassungsvermögen 32.123 Plätzen und ist eine moderne Arena geworden. Alle Plätze im Stadion sind überdacht. Insgesamt stehen 21.055 Sitzplätze zur Verfügung. Alleine der VIP-Bereich auf der Haupttribüne fasst 1.548 Zuschauer. Auch 18 Logen sind im Stadion integriert. Ansonsten ziehen sich die Ränge gleichmäßig durch das ganze Stadion. In einer der vier Ecken (Block S) ist der Gästeblock untergebracht. Er fasst 2.000 Stehplätze. Rechts daneben liegen die Sitzplatzbereiche (T1, T2, T3) für Gäste. Auf der anderen Hintertortribüne findet sich im K-Block ein großer Stehplatzbereich und die Heimat der aktiven Szene von Dynamo. Knapp über 9.000 Stehplätze stehen hier zur Verfügung.


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Dynamo Dresden ist einer der größten Vereine der ehemaligen DDR und kann sich bis heute auf seine Anhänger verlassen. Bis zu den Geisterspielen in der letzten Saison hatte man in der 2.Bundesliga einen Schnitt von 27.232 Zuschauern. Dies bedeutete den sechsten Platz in der Zuschauertabelle. Zuvor lag der Schnitt in Liga 2 immer bei knapp über 28.000 Zuschauern. Auch die Zahlen in der 3.Liga lassen sich sehen. In der letzten Aufstiegssaison (2015/16) waren im Schnitt 27.545 Zuschauer im Stadion. Nie kamen weniger als 24.000 Zuschauer. Auch 2014/15 (als man nicht aufstieg) kamen im Schnitt über 24.000 Zuschauer ins Stadion.


In der laufenden Saison durften immerhin zu vier Heimspielen Zuschauer ins Stadion. Am 2.Spieltag empfing man Waldhof Mannheim vor einer zugelassenen Menge von 10.035 Zuschauern. Zwei Wochen später wurde die erlaubte Anzahl gegen Magdeburg kurzfristig auf 999 Besucher gesenkt und auch gegen Zwickau durften noch mal 999 Zuschauer ins Stadion. Beide Spiele waren "ausverkauft". Das Heimspiel gegen den SV Meppen war mit 820 Besuchern nicht voll besetzt. Seither gibt es auch für die Sachsen nur noch Geisterspiele zu verzeichnen.



Quelle Stadionplan

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