Vorbericht: Unter Flutlicht gegen Viktoria Köln

Eine der anstrengendsten Saisonphasen für den FCS endet am bevorstehenden Wochenende. Angefangen mit dem Auswärtsspiel beim SC Verl am letzten Februar-Wochenende stand ein Programm mit sechs Drittligaspielen innerhalb von 20 Tagen an. Zwei englischen Wochen sind absolviert, am Freitag findet der Abschluss gegen Viktoria Köln statt. Das erste Freitagsspiel im neuen Ludwigspark wird um 19:00 Uhr angepfiffen. Danach geht es für den FCS in die einzige Länderspielpause der Saison. In diese Pause will man mit einem erreichen Saisonziel gehen. Vor dem Spiel gegen Verl war der Klassenerhalt durch 46 Punkte das übergeordnete Ziel. Den Klassenerhalt an sich hat man aus einer realistischen Sicht bereits geschafft, es fehlt aber noch ein Punkt um auf 46 Zähler zu kommen und diese Marke soll durch einen Heimsieg übersprungen werden.






Livestream

Freitagsspiele werden exklusiv von Magenta Sport als "Bwin-Topspiel" gezeigt. Alle Informationen.



Die Spielstätte/Zuschauer

Einmal mehr findet ein Geisterheimspiel im Ludwigspark statt. Zugleich ist es das erste Freitagsspiel im neuen Stadion. Informationen rund um das Spiel.



Historie

Viktoria Köln ist in dieser Saison einer der Debütgegner, zuvor gab es noch keinen Vergleich mit dem 2010 gegründeten Club. Gegen den Vorgängerverein VfR Köln hat man in der Vorkriegszeit mal eine Begegnung absolviert. In den vergangenen Jahren hat man sich dafür sehr häufig im Rahmen der Vorbereitung getroffen und Testspiele gegeneinander bestritten. Im Februar 2019 gab es so ein 1:1-Unentschieden in der Türkei, Im Sommer 2017 siegte man in Bitburg mit 2:0, im Winter 2017 wurde an der Duisburger Sportschule getestet (2:1-Sieg), im Winter 2016 verlor man in Köln mit 1:2 und im Sommer 2014 gewann man mal mit 5:4 in Köln. Das erste Pflichtspiel zwischen den Teams war das Hinspiel. Damals konnte der FCS eine souveräne Leistung auf den Platz bringen und siegte nach einem Eigentor und einem Treffer von Shipnoski mit 2:0. Lange Zeit spielten die Blauschwarzen dabei in Überzahl.




Der Gegner: Viktoria Köln

Der FC Viktoria Köln ist mit Blick auf das Umfeld gesehen einer der kleineren Vereine in dieser 3.Liga mit ihren zahlreichen Traditionsvereinen. Der Verein in seiner heutigen Form wurde erst im Jahr 2010 als Nachfolgeverein eines insolventen Clubs gegründet. Die Wurzeln gehen derweil zurück bis ins Jahr 1904. Bevor man den Spielbetrieb aufnahm wurde der FC Junkersdorf in den Club integriert. Statt wie üblich in der Kreisliga startete der neue Club so gleich in der Oberliga. Bereits in der Premierensaison wurde man Meister dieser Spielklasse und stieg in die Regionalliga auf. Dort etablierte man sich gleich in der Spitzengruppe. Nach einem sechsten Platz in der Aufstiegssaison wurde man im zweiten Jahr Vierter und es folgten zwei dritte Plätze. 2017 gelang die erste Meisterschaft. In den Aufstiegsspielen scheiterte man jedoch an Carl Zeiss Jena. Nach einem zweiten Platz 2018 wurde man 2019 erneut Meister und durfte dieses Mal direkt aufsteigen. In der Saison 2019/20 spielte man lange Zeit gegen den Abstieg und konnte sich fünf Spieltage vor Schluss entscheidend von der Abstiegszone absetzen. Am Ende reichte es zu 51 Punkten und einem sehr ordentlichen 12.Tabellenplatz. Der Verein (respektive die ausgegliederte GmbH) steht hat eine gute Basis und kann sich auf die Unterstützung von Mäzen Franz-Josef Wernze (ETL) verlassen. Der Etat in der Saison 2019/20 soll bei rund 5,5 Millionen Euro gelegen haben. Das ursprüngliche Saisonziel war sich im oberen Tabellendrittel zu etablieren, dazu stand man als "Geheimfavorit" für den Aufstieg auf vielen Zetteln. Das sportliche Ziel konnte man nicht erreichen und hatte mit den oberen Tabellenregionen bisher wenig zu tun, stattdessen war der Abstieg ein Thema in der Domstadt. Angesichts dieser Entwicklung wurde Trainer Pavel Dotchev im Januar entlassen, als neuer Trainer wurde im Februar Olaf Jansen vorgestellt. Der 54-Jährige war zuvor Co-Trainer bei Hertha BSC Berlin. Zuvor war er schon einmal Trainer in Köln (Februar - Juni 2018), aber auch bei St. Pauli und bei Dynamo Dresden.



Transferaktivitäten

Im Winter konnte man den bestehenden Kader um ein gutes Stück reduzieren. Innenverteidiger Dominik Lanius (5 Einsätze) sowie die Mittelfeldspieler Ernesto Jiménez (2 Einsätze) und Steven Lewerenz (kein Einsatz) spielten in den Planungen des Clubs keine Rolle mehr und wechselten in die Regionalliga beziehungsweise in die Oberliga (Jimenez). Dazu wurde Rechtsverteidiger Marcel Gottschling (10 Mal Startelf) an den Ligakonkurrenten Waldhof Mannheim abgegeben. Im Gegenzug gab es nur einen Neuzugang. Innenverteidiger Michael Schultz wurde von Zweitligist Eintracht Braunschweig ausgeliehen.



Bisherige Saison & Tabellensituation

Nach dem Hinspiel ging es für die Viktoria nicht gut weiter. Zunächst verspielte man bei der SpVgg Unterhaching eine 2:0-Führung und nahm am Ende nur einen Punkt mit nach Hause. Auch im Heimspiel gegen Zwickau reichte es Führung nicht. Dieses Mal hatte Thiele nach 87 Minuten vom Punkt zur Führung getroffen, doch in der Nachspielzeit trafen auch die Gäste per Strafstoß. Einer 2:0-Niederlage beim Halleschen FC (beide Tore fielen spät) folgte am 14.Spieltag noch mal ein Sieg. Zwar geriet man in Rückstand, doch Koronkiewicz sorgte vor der Pause für den Ausgleich und Risse traf kurz vor Schluss zum umjubelnden Siegtreffer. In die Winterpause ging man mit einem Unentschieden beim SC Verl (1:1), einer 0:2-Heimniederlage gegen den KFC Uerdingen und auch gegen Dynamo Dresden gab es keine Punkte. Man ging gegen den Spitzenreiter zwei Mal in Führung, verlor jedoch am Ende doch mit 2:4 und kassierte zwei rote Karten. Das Jahr 2021 begann mit ohne Tore auf dem Betzenberg, anschließend gab es zwei weitere Heimniederlagen gegen Türkgücü München (0:2) und den SV Waldhof Mannheim (1:2). Gegen Mannheim verspielte man dabei eine Führung und es war das letzte Spiel von Trainer Dotchev. Unter Interimscoach Daniel Zillken gelang der Viktoria dann ein Achtungserfolg in Wiesbaden. Zwei Mal ging man durch Lorch und Cueto in Führung, in den letzten Spielminuten kassierte man jedoch noch den Ausgleich und verpasste den so erhofften Sieg. Ein ähnliches Schicksal gab es auch beim ersten Spiel unter Olaf Janßen. In Ingolstadt führte man bis weit in die Nachspielzeit durch einen frühen Treffer von Thiele, die Gastgeber trafen dann jedoch doppelt und holten sich noch die drei Punkte. Den ersten Sieg nach acht Spielen gab es zwei Wochen später. Beim FC Bayern II ging man durch Cueto (18.) in Führung und dieses Mal hielt man den knappen Vorsprung bis zum Spielende. Der erhoffte Befreiungsschlag war es allerdings nicht. Im Heimspiel gegen Rostock ging man zwar schon nach fünf Minuten in Führung (Risse), die Gäste drehten das Spiel jedoch noch komplett. Auch wenige Tage später im Kellerduell gegen Magdeburg ging Köln in Führung, musste sich am Ende jedoch mit 2:4 geschlagen geben. Als Tabellenvierzehnter ging es zum VfB Lübeck und in diesem Spiel stieß man den Bock um: Cueto und Wunderlich sorgten für einen 2:1-Sieg. Im Rahmen einer englischen Woche folgte ein knapper 1:0-Heimsieg über den SV Meppen, Wunderlich erzielte das Tor des Tages. Vergangenen Samstag gab es dann einen 3:1-Erfolg gegen den MSV Duisburg. Dieses Mal trafen Wunderlich, Cueto und Angreifer Thiele.


Mit drei Siegen in Folge hat sich Köln aus einer schwierigen Situation in eine weitaus angenehmere Ausgangslage gebracht. Der unmittelbare Abstiegskampf ist abgeschlossen, dafür findet man sich jetzt im Mittelfeld wieder. Vor den Nachholspielen am Mittwoch hat Köln komfortable zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und man wird mit mindestens acht Punkten Puffer in das Spiel am Freitag gehen. Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein werden jedoch noch neun oder zehn Punkte in den verbleibenden zehn Saisonspielen benötigt. Aktuell hat man 36 Punkte auf dem Konto, es gab unter anderem zehn Siege. Aber auch sechs Unentschieden und zwölf Niederlagen stehen in der Statistik. Köln hat bis dato 36 Tore erzielt und stellt damit den zweitbesten Wert von Platz 8 abwärts. In den letzten neun Spielen gab es immer mindestens einen eigenen Treffer, oft ging man früh in Führung. Der beste Torschütze der Mannschaft ist Flügelspieler Lucas Cueto. Er ist bereits zweistellig (10). Es folgen Routiniert Mike Wunderlich (8) und Angreifer Timmy Thiele (5). Thiele und Wunderlich führen auch die Liste der Vorlagengeber (je 4) an. Defensiv hat bisher 45 Tore kassiert. Nur zwei Teams (Halle und Duisburg) haben mehr Treffer bekommen als die Viktoria. In der Auswärtstabelle findet sich die Mannschaft im Mittelfeld wider. Mit 20 Punkten in 13 Spielen liegt man auf Platz 8 und kann mit einem Auswärtssieg unter anderen den FCS überholen.




Aufstellung gegen den SV Meppen

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