Wie könnte Wiesbaden spielen?

Die grundsätzliche Idee der Wiesbadener in dieser Saison war ein klassisches 4-2-3-1-System und auf die Formation hin hat man den Kader im Sommer auch aufgebaut. Seit dem Winter besitzt man mehr Möglichkeiten im Angriff und weicht nun gerne auch leicht vom System ab. So vertraut man nun öfter auch mal einem 4-4-2-System. Die tatsächliche Balance der Mannschaft ändert sich in diesem Fall jedoch kaum. In Dresden lief man nur mit einem Sechser und zwei echten Spitzen auf, gegen Zwickau ging es zuletzt in Richtung eines 4-4-2-Systems. Im eigenen Aufbauspiel setzt man gerne auf eine Dreierkette. Dabei lässt sich ein Sechser fallen und die Außenverteidiger schieben hoch. Die beiden Flügelspieler im Mittelfeld ziehen sich dabei gerne ins Zentrum und bilden viele Anspielstationen für die spielerische Stärke der Hessen. Allgemein ist die Offensiv sehr flexibel unterwegs. Seit letzten Sommer ist Tim Boss der Stammtorhüter in Wiesbaden. Der 27-Jährige hat jedes Spiel in dieser Saison bestritten und ist ein starker Rückhalt. Zweiter Torwart ist Matthias Hamrol (27).


Auf der rechten Abwehrseite hatte sich im Dezember Marvin Ajani in den Vordergrund gespielt. Zuletzt fehlte der 27-Jährige drei Mal mit einer Scharmbeinverletzung. Dafür ist mittlerweile Sebastian Mrowca zurück. Der 27-Jährige ist der Kapitän der Mannschaft und fehlte lange Zeit durch eine Knieverletzung. In den letzten beiden Spielen agierte er wieder von Beginn an, gegen Zwickau auch über 90 Minuten. Ohne Ajani ist Kuhn sein Back-Up. Der ehemalige FCS-Jugendspieler Michael Guthörl kam in diesem Jahr erst zu drei Kurzeinsätzen. In der Innenverteidigung hatte man in den letzten Wochen personelle Probleme zu vermelden. Der erfahrene Benedikt Röcker (31) fällt schon die komplette Saison aus. Ein Knorpelschaden setzt ihn außer Gefecht. Ahmet Gürleyen fehlt seit Mitte Januar mit Leistenprobleme. Vor der Länderspielpause kehrte er schon ins Training zurück und sollte wieder zur Verfügung stehen. Florian Carstens fehlte in den beiden Spielen vor der Länderspielpause mit einer Zerrung, auch er könnte wieder in den Kader rücken. Damit hätte man wieder mehr Auswahl, zuletzt war nur noch Sascha Mockenhaupt übrig. Der 29-Jährige ist absoluter Stammspieler in Wiesbaden. Ohne Alternativen spielte zudem in den letzten beiden Begegnungen Allrounder Jakov Medic an seiner Seite. Er hat die Rolle auch schon in der Anfangsphase der Saison gespielt. Auf der linken Abwehrseite ist in erster Linie Dennis Kempe die Stammkraft. Der 34-Jährige hat über Jahre in der 2.Bundesliga gespielt und ist auch im Herbst seiner Karriere noch in guter Form. Dazu kommt seine große Erfahrung. Gegen Zwickau hat er diese Position gespielt, in den drei Spielen zuvor wurde sie mit anderem Personal besetzt. Zwei Mal war Kempe gesperrt, einmal wurde er auf der Sechs eingesetzt. Das etatmäßige Back-Up ist Michel Niemeyer. Der 25-Jährige war zu Beginn der letzte Saison noch Stammspieler und seither durchgängig das Back-Up. Zwei Mal hat man auch Paterson Chato auf die Außenbahn gezogen.


Vor der Abwehrkette ist normal Marc Lais ein gesetzter Spieler. Er stand 21 Mal von Beginn an auf dem Feld und der Sommerneuzugang war auch als ein zentraler Part in der Mannschaft geplant. Er (29) bringt für diese Rolle ausreichend Erfahrung mit. Die zweite Position geht meistens an Paterson Chato. Der 24-Jährige gehörte schon in der zweiten Liga schon Stamm in Wiesbaden und ist ein Schlüsselspieler für Wiesbaden. Bis auf eine kurze Verletzungsphase und zuletzt zwei Spielen als linker Verteidiger ist er auf der Sechs etabliert. Die Konkurrenz für beide Spieler stellt Jakov Medic dar. Durch die Ausfälle hat er schon Innenverteidiger, Zehner und Stürmer gespielt. Stammspieler ist er aber definitiv und man wird ihn nicht auf der Bank lassen wollen. Tim Walbrecht kehrte zuletzt in den Kader zurück und kam gegen Zwickau zu seiner ersten Einwechslung. Im Spielverlauf ist der 19-Jährige damit eine zusätzliche Option.


Auch auf den vier offensiven Positionen stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Den Ausfall von Routinier Stefan Aigner kompensiert man schon über die komplette Saison. Dominik Prokop fehlt seit Mitte Februar mit einer Meniskusverletzung, zuvor hatte er sich als Stammspieler auf der rechten Seite etabliert. Auch Winterneuzugang Lucas Brumme fehlte zuletzt verletzungsbedingt, könnte Samstag aber wieder zur Verfügung stehen. Stammspieler ist er jedoch nicht. Leihgabe Kevin Lankfort sollte diese Rolle übernehmen, nach einer Verletzung kam er in den letzten beiden Spielen jedoch nur von der Bank. Gesetzt ist Maurice Malone. Der 20-Jährige ist in dieser Saison absolut durchgestartet, erzielte unter anderem im Hinspiel auch einen Hattrick und kommt meist über den linken Flügel. Gegen Zwickau spielte er jedoch in der Sturmspitze. Allgemein ist Wiesbaden in diesem Mannschafsteil sehr Flexibel unterwegs. Auch der deutlich erfahrenere Gianluca Korte ist normal eine Stammkraft in der Wiesbadener Mannschaft und kann alle Positionen hinter der Spitze spielen. Nach Gelbsperre gegen Zwickau kehrt er am Samstag in die Mannschaft zurück. Die dritte Position könnte wieder an Johannes Wurtz gehen. Im Hinspiel fehlte der ehemalige FCS-Spieler verletzungsbedingt, seit Mitte Februar ist er wieder dabei und hat auch schon drei Mal von Beginn an gespielt. Er erhöht die Qualität der Wiesbadener noch mal deutlich und kann sowohl als hängende Spitze, aber auch auf der Außenbahn eingesetzt werden. In der Hinterhand hat man noch den jungen Benedict Hollerbach. Der 19-Jährige hat sehr gute Ansätze, kommt meist jedoch als Joker. Gegen Zwickau spielte er über 90 Minuten.


Im Sturmzentrum ist Philipp Tietz wieder mehr in die Rolle des Back-Ups gerutscht. Der 23-Jährige füllte diese Rolle schon in der letzten Saison aus und kam auf fünf Saisontore (drei Tore im letzten Spiel gegen St. Pauli). In dieser Saison steht er bei sieben Treffern, dazu kommen sechs Vorlagen. Nur ein Mal in den letzten fünf Spielen (in Dresden bei einer Doppelspitze) startete er von Beginn an. Ansonsten hat ihm Winterneuzugang Gustaf Nilsson den Rang abgelaufen und sich als Stoßstürmer Nummer 1 etabliert. Der 23-Jährige ist ein hochgewachsener und kopfballstarker Angreifer, kann zugleich aber auch etwas mit dem Ball anfangen. Ihn gelangen bisher zwei Tore für Wehen.



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