Wie könnte Mannheim spielen?

Trainer Glöckner spielt mit dem Waldhof am liebsten in einer Viererkette und dann in einem 4-2-3-1-System. Im Heimspiel gegen den VfB Lübeck tendierte man in Richtung eines 4-4-2-Systems mit einer hängenden Spitze. Über weite Teile der Saison - so auch im Hinspiel - agierte der Waldhof auch mit einer Dreierkette und in einem 3-6-1-System. Dies hatte vor allem personelle Hintergründe, da mit Marx der etatmäßige Rechtsverteidiger nicht zur Verfügung stand. In der englischen Woche könnten Rotationen anstehen, allerdings fehlen Mannheim auf einigen Positionen durch Verletzungen die Alternativen. Auch auf der Torhüterposition gab es in Mannheim im Vergleich zum Hinspiel eine signifikante Veränderung. Damals war noch Jan Bartels die Nummer 1 im Tor. Der 22-Jährige hatte sich diesen Platz im Sommer erarbeitet und ist seit Jahresbeginn nur noch die Nummer 2. Auch der langjährige Stammtorhüter Markus Scholz kehrte nicht ins Tor zurück und saß nur wenige Male auf der Bank. Dafür ist mittlerweile Timo Königsmann zwischen den Pfosten gesetzt und hat in diesem Jahr in allen Spielen gespielt.


In der Innenverteidigung ist Jesper Verlaat gesetzt. Der 24-Jährige ist ein Qualitätsspieler und sofern er zur Verfügung steht führt auch kein Weg am Niederländer vorbei. Im Laufe der Saison stand er nicht immer zur Verfügung, zuletzt spielte er jedoch sechs Mal über 90 Minuten. Der hochgewachsene Verteidiger ist auch eine Waffe bei Kopfbällen. Die zweite Position geht an Kapitän Seegert. Auch er fehlte in zwei Phasen verletzungsbedingt, ist ansonsten aber gesetzt und spielt eigentlich immer über 90 Minuten. Sowohl Verlaat als auch Seegert sind zweitligaerfahre Akteure und man kann sie nicht gleichwertig ersetzen. Dies hat man im Laufe der Saison durchaus gemerkt. In Marcel Hofrath fehlt eine Alternative verletzungsbedingt. Somit ist Gerrit Gohlke die erste Alternative. Er war von November bis März Stammkraft gewesen, kam zuletzt jedoch nur zu zwei Kurzeinsätzen. Auch Jan Just kann zentral spielen. Auf den defensiven Außenbahnen fehlte in den letzten beiden Spielen Winterneuzugang Gottschling verletzungsbedingt. Emmanuel Kouadio (22) ist eigentlich Spieler der zweiten Mannschaft und noch ohne Einsatz. In den letzten drei Spielen saß er jeweils auf der Bank. Stammakteur auf der rechten Abwehr ist Hendrik Marx. Er fehlte über Monate mit Patellasehnenprobleme und stand in den letzten sieben Spielen wieder in der Startelf. Seither ist man auch zur Viererkette zurückgekehrt. Er ist ein starker Außenverteidiger und besitzt viel Drang nach vorne. Ein ähnliches Bild ist auf der linken Abwehrseite durch Anton Donkor zu zeichnen. Auch er schaltet sich gerne in die Offensive ein, bricht mit Vorliebe durch die gegnerischen Reihen und bringt sehr viel Tempo mit in die Truppe. Die Alternativen auf beiden Außenbahnen ist Marcel Costly.


Ausfälle hat man auch im defensiven Mittelfeld zu verzeichnen. Max Christiansen fehlte in den letzten Spielen mit einem Haarriss im Fuß. Über den größten Teil der Saison war der ehemalige Bundesligaspieler eine Stammkraft. Auch Hamza Saghiri hat oft in dieser Saison von Beginn an gespielt, war in den letzten drei Spielen jedoch angeschlagen keine Alternative. Onur Ünlücifci fehlte schon das komplette Jahr 2021. Stefano Russu ist noch ohne Einsatz in dieser Saison, saß zuletzt jedoch regelmäßig auf der Bank. Eine Position im zentralen Mittelfeld geht so fest an Marco Schuster. Er ist seit Beginn des Jahres wieder fit und hat sich seither seinen Stammplatz zurückgeholt und stand in allen Begegnungen des Jahres in der Startelf. Er ist der Abräumer vor der Abwehr. In den letzten drei Spielen war Mohamed Gouaida sein Partner. Der 27-Jährige ist an sich eher ein Offensivspieler, kann die Rolle vor der Abwehr aber ebenso spielen. Marcel Costly nimmt in aller Regel die Position des rechten Mittelfeldspielers ein. Laufstark, mit viel Tempo und guter Dynamik bearbeitet er seine Seite und kann seine offensiven Stärken gut ins Spiel bringen. Die Alternative ist Joseph Boyamba. Boyamba steht zwar bei acht Saisontoren, ist aber längst keine Stammkraft bei den Waldhöfern. Auf der linken Seite ist normal Rafael García die erste Wahl und er hat in den letzten vier Spielen auch jeweils über 90 Minuten gespielt. Er passt gut in das spielstarke Mittelfeld der Mannheimer. Die Alternative ist Winterleihgabe Dennis Jastrzembski.


Er kann aber auch zentral in der Spitze spielen und hat dies zuletzt gegen Lübeck auch getan und seinen ersten Saisontreffer erzielt. Denn für die Position hinter der Spitze fehlt Dorian Diring schon die komplette Saison und auch Arianit Ferati kommt nicht ohne Verletzung durch die Saison. Zuletzt gegen Lübeck fehlte er mit einer Fußverletzung. So hat man Dominik Martinovic als hängende Spitze eingesetzt. Der Elf-Tore-Mann ist bei Mannheim gesetzt und ist auch in der Sturmspitze ein mitspielender Stürmer und weicht auch gerne mal in die zweite Reihe oder auf die Außenbahn aus. Von daher passt ihm auch die Rolle hinter einer Spitze. Boyamba ist für die Offensive eine Option, Anthony Roczen fehlte zuletzt angeschlagen. Der ehemalige FCS-Angreifer Gillian Jurcher kam dagegen noch nie wirklich zum Zug und hat noch nie von Beginn an gespielt. Gegen Lübeck saß er ohne Einsatz auf der Ersatzbank.




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