Vorbericht: Letztes Heimspiel gegen Meppen

Das Ende der ersten Drittligasaison für den FCS nach einigen Jahren in der Regionalliga kommt immer näher. Mittlerweile warten nur noch zwei Spieltage auf die Malstätter, dazu kommen noch wichtige Spiele im Saarlandpokal. Vor dem Halbfinale am Dienstag beim FC Homburg heißt es erst einmal Vorhang auf zum letzten Heimspiel der Saison. Im Ludwigspark begrüßt der FCS dabei nach längerer Zeit mal wieder einen alten Bekannten. Zum ersten Mal seit über 26 Jahren ist der SV Meppen zu Gast. Gespielt wird bereits am Freitag und das Flutlicht im Park wird angeschaltet sein. Anstoß ist um 19:00 Uhr.







Warum sind die Spiele nicht zeitgleich angesetzt?

An den letzten beiden Spieltagen werden alle Begegnungen zeitgleich ausgetragen. Normal gilt dieser Grundsatz in den deutschen Profiligen. Durch die Maßnahme soll eine mögliche Wettbewerbsverzerrung am Saisonende vermieden werden. Die 3.Liga geht in dieser Saison erstmals einen Sonderweg. Lediglich am letzten Spieltag finden alle Begegnungen zur gleichen Zeit statt, am 37.Spieltag wird wie in der restlichen Saison auch von Freitag bis Montag gespielt. Kommerzielle Interessen dürften der Hauptaspekt bei dieser Entscheidung gewesen sein.



TV-Übertragung/Livestream

Das Spiel wird ausschließlich über die Kanäle von Magenta Sport übertragen. Alle Informationen



Die Spielstätte/Zuschauer

Die erste Saison nach der Rückkehr in den Ludwigspark endet schon wieder. Alles rund um das Geisterspiel.



Bilanz

Zwischen dem FCS und dem SVM gab es bisher 14 Vergleiche. Man befindet sich in der siebten gemeinsamen Spielzeit (alle vorherigen Spielzeiten fanden in der 2.Bundesliga statt), dazu kommt ein Pokalspiel. Die allgemein Bilanz spricht für den FCS. Es gab sieben Siege bei zwei Unentschieden und fünf Niederlagen. Die starke Bilanz rührt von den Heimspielen her. Die Statistik weist sechs Siege in sieben Spielen auf, dazu kommt ein Unentschieden. Dieses Unentschieden gab es am 4.Juni 1994. Für den FCS traf Knäbel, das Spiel endete 1:1. Das letzte Heimspiel war am 3.Dezember 1994. Musa und Reeb besorgten einen 2:1-Heimsieg für die Malstätter. Im Hinspiel dieser Saison verlor man zum Jahresauftakt 2021 mit 0:1 im Emsland.




Der Gegner: SV Meppen

Der Sportverein Meppen wurde im Jahre 1912 gegründet und besitzt heute rund 1.600 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Die Niedersachsen haben ihren Verein noch nicht ausgegliedert und agieren somit als eingetragener Verein. Meppen war in seiner Vereinsgeschichte lange Zeit nicht in den höchsten Spielklassen unterwegs und meistens in der Dritt- oder Viertklassigkeit unterwegs. 1987 gelang der überraschende Aufstieg in die 2.Bundesliga und die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte begann. Bis 1998 hielt man sich als klarer Außenseiter (u.a von Horst Ehrmanntraut trainiert) in der 2.Liga, dann musste man doch wieder den Gang in eine tiefere Liga hinnehmen. Der Abstieg brachte finanzielle Schwierigkeiten mit sich und 2001 ging der Club schließlich in die Insolvenz. Von 2001 bis 2011 spielte man in der viertklassigen & später fünftklassigen Oberliga, dann gelang die Rückkehr in die Regionalliga. Dort etablierte man sich über einige Jahre, wurde 2017 Meister der Regionalliga Nord und stieg in der Relegation in die 3.Liga auf. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg (2017/18) hielt man die Klasse souverän und wurde Siebter. Im zweiten Jahr rettete man sich am vorletzten Spieltag und schloss die Saison auf Platz 13 ab. In der Saison 2019/20 hatte man überhaupt keine Schwierigkeiten die Klasse zu halten und etablierte sich im oberen Mittelfeld mit Lauerstellung zu den Aufstiegsplätzen. Lange Zeit hatte man sogar den direkten Kontakt, musste diesen nach der Corona-Pause jedoch etwas abreisen lassen. Am Ende reichte es für die Meppener zu einem guten siebten Platz in der Abschlusstabelle. All dies bewerkstelligt man in Meppen ohne großen Investor im Rücken, dafür kann man auf eine breite Sponsorenliste setzen. In der abgelaufenen Saison plante man so mit einem Etat von rund 5,8 Millionen Euro. Im Sommer gab es einen kleinen Umbruch. Erfolgstrainer Christian Neidhart (seit 2013 im Amt) verließ den Club in Richtung Essen, dazu gingen zwei wichtige Stützen der Mannschaft. Als neuer Trainer wurde Torsten Frings installiert. Angesichts der Tabellensituation des Clubs wurde er vor wenigen Wochen entlassen und durch Rico Schmitt ersetzt.



Transferaktivitäten

Seit dem Hinspiel Anfang Januar gab es zwei personelle Veränderungen im Kader der Meppener. Anfang März lösten Angreifer Hilal El-Helwe und der SVM den laufenden Vertrag auf. Er bestritt zuvor elf Einsätze für den SV Meppen und spielt mittlerweile in Jordanien. In der letzten Transferperiode wurde außerdem noch Mike Bähre verpflichtet. Der 25-Jährige offensive Mittelfeldspieler kam vom FC Barnsley aus England ins Emsland.



Bisherige Saison & Tabellensituation

Das Hinspiel gewann Meppen durch ein Kopfballtor von Bünning. Es war jedoch das letzte Spiel der guten Phasen. Drei Tage später musste man sich beim FC Bayern II mit 0:2 geschlagen geben, anschließend verlor man auch beim MSV Duisburg. Einem Achtungserfolg (1:1-Unentschieden, Bozic traf) bei 1860 München, folgte eine 1:3-Niederlage beim SC Verl. Erst im Februar durfte man wieder im eigenen Stadion ran. Gegen Unterhaching gelang ein 3:2-Sieg. Heimlein und Jesgarzewski drehten einen frühen Rückstand, Guder besorgte schließlich im zweiten Abschnitt den Siegtreffer. Auch das Heimspiel gegen Halle konnte gewonnen werden. Amin brachte seine Mannschaft in Front, Boere schoss nach zwischenzeitlichen Ausgleich den Siegtreffer. Am 26.Spieltag holte man ein 2:2-Unentschieden in Kaiserslautern und hatte Ende Februar anschließend sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Bis Ende März konnte man diesen Vorsprung so gut wie halten. Es gab in diesem Monat zwar zwei Heimklatschen. Sowohl gegen Spitzenreiter Dresden als auch in einem Nachholspiel gegen den KFC Uerdingen kassierte man jeweils vier Gegentore. Gegen Dynamo war man chancenlos, gegen Uerdingen spielte man eine Stunde in Unterzahl. Auch verlor man bei Viktoria Köln mit 1:0. Dazu gelang aber auch ein Auswärtssieg bei Waldhof Mannheim. Osee erzielte nach 20 Minuten das einzige Tor des Tages. Das Heimspiel gegen Bayern II wurde mit 2:1 gewonnen. Puttkammer erzielte einen Doppelpack. Als Tabellenzwölfter und mit einer guten Ausgangslage ging man in den April, verspielte in den folgenden Wochen jedoch die vielversprechende Situation. Bei Türkgücü München unterlag man mit 0:2, im Heimspiel gegen Wiesbaden gar mit 0:3. Im Anschluss wurde Trainer Frings entlassen. Auch gegen Magdeburg (1:2) und Rostock gab es jedoch unter dem neuen Trainer Heimniederlagen zu verzeichnen. Gegen Hansa zeigte man große Moral, holte einen Rückstand von zwei Toren durch Ballmert und Hemlein aus. In der Nachspielzeit gab es dann doch noch den erneuten Nackenschlag. Zuvor hatte man durch ein Unentschieden in Ingolstadt immerhin einen Achtungserfolg landen können. Im letzten Auswärtsspiel gab es ebenfalls einen Punkt. Die Begegnung beim FSV Zwickau endete ohne Tore. Vergangenen Sonntag ließ man gegen den VfB Lübeck einen riesigen Schritt zum Klassenerhalt aus und verlor im eigenen Stadion mit 0:2.


Sieben Drittligaspiele wartet man mittlerweile auf einen Sieg und auch der Trainerwechsel hatte nicht den erhofften Effekt. Angesichts von lediglich zwei Punkten aus diesen Spielen hat man die einst gute Ausgangslage im Abstiegskampf so gut wie verspielt. Kurioserweise hat man das eigene Schicksal noch immer in der eigenen Hand. Die Konkurrenz aus Uerdingen und von Bayern II konnte in den letzten Wochen ebenfalls kaum punkten und so geht Meppen als Tabellensechszehnter in die letzten beiden Spiele. Hält man diese Position, so spielt man auch in der kommenden Saison in der 3.Liga. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur einen Punkt und die Emsländer weisen das mit Abstand schlechteste Torverhältnis im Abstiegskampf auf. Sie müssen am Ende mehr Punkte haben als die beiden anderen Teams. Ein Sieg am Freitag wäre für den SVM ein gewaltiger Schritt. In der bisherigen Saison gab es elf Siege, fünf Unentschieden und schon bereits 20 Niederlagen. Meppen hat bisher erst 35 Tore erzielt. Damit stellt man die schlechteste Offensive der Liga. Es fehlen schlicht und ergreifend ein oder zwei Spieler mit vielen Saisontoren. Bester Torschütze ist Luka Tankulic mit vier Treffern, dahinter folgen einige Spieler mit drei Toren. Bester Scorer ist René Guder (9). In der Defensive hat man 58 Treffer kassiert. Nur Duisburg bekam mehr Gegentreffer. Zehn Mal in dieser Saison spielte man zu Null. In der Auswärtstabelle liegt Meppen auf einem Abstiegsplatz. Bisher hat man 17 Punkte in der Fremde geholt. Darunter fallen vier Siege, fünf Unentschieden und neun Niederlagen. Den letzten Auswärtssieg gab es am 14.März in Mannheim. In den folgenden drei Auswärtsspielen gab es die Niederlage bei Türkgücü, aber auch zwei Unentschieden gegen Zwickau und Ingolstadt und war damit erfolgreicher als in den Heimspielen.



Aufstellung gegen den VfB Lübeck

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