Wie könnte Homburg spielen?

Unter Wenzel hat man diese Option noch nicht von Beginn an umgesetzt. Die Nummer 1 im Tor der Homburger ist seit einigen Jahren David Salfeld. Der ehemalige FCS-Torhüter ist seit 2017 gesetzt und hat diesen Status auch über die komplette Saison inne gehabt. Lange Zeit war Mark-Patrick Redl die Nummer 2, in den letzten Wochen war Niklas Knichel auf der Bank und durfte im letzten Heimspiel gegen Hoffenheim II auch spielen.


Der gesetzte Außenverteidiger ist Luca Plattenhardt. Der 23-Jährige hat zuletzt seinen Vertrag verlängern und kann auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden. In den letzten Spielen kam er mehrheitlich über die linke Abwehrseite zum Einsatz. Die Alternative auf der linken Seite ist Philipp Schuck. In den letzten Spielen kam er jedoch nur von der Bank, obwohl Plattenhardt zuletzt gesperrt war. Auf der rechten Abwehrseite hat man zuletzt mit Mart Ristl einen gelernten Sechser nach hinten gezogen. Zuvor haben auch Schuck, Plattenhardt oder Innenverteidiger Reuss auf dieser Position gespielt. Routinier Tim Stegerer war der ursprüngliche Stammspieler auf dieser Position, fehlte jedoch lange mit einem Adduktorenabriss. Nach zwei Kurzeinsätzen kamen er in den letzten beiden Spielen nicht zum Einsatz. Gegen den FCS könnte er trotzdem sein Startelfcomeback geben. In der Innenverteidigung musste man dagegen zuletzt mit personellen Problemen kämpfen. Maier kam 2019 aus Köln und soll den Abwehrchef der Homburger geben. Über den größten Teil der Saison konnte er dies tun, zuletzt wurde er immer wieder von Verletzungen ausgebremst und fehlte auch in Balingen. Maurice Springfeld hat durch eine Schulterverletzung seit Ende Januar nicht mehr gespielt, zuvor war auch er Stammspieler. Seine Rolle hat mittlerweile Ivan Sachanenko übernommen. In den letzten acht Spielen stand er immer in der Startelf. Mit seiner Körpergröße ist Sachanenko bei Luftzweikämpfen wichtig und bei Standards eine gefährliche Waffe. In Abwesenheit von Maier ist der 23-Jährige auch der Abwehrchef. In Balingen spielte Jonas Scholz (22) an seiner Seite. Auch er ist hochgewachsen und hat die letzten beiden Spiele über 90 Minuten absolviert. Bleibt Jannis Reuss als Alternative. Er wurde in Balingen zur Pause für Sachanenko eingewechselt und sollte eigentlich die Nase leicht vor Scholz haben.


Im defensiven Mittelfeld hat man in Daniel di Gregorio einen absoluten Qualitätsspieler. Er ist vor der Abwehr gesetzt und erfüllt zwei Aufgaben. Einmal ist der 29-Jährige ein zweikampfstarker Abräumer vor der Viererkette. Zugleich kann er das Offensivspiel einleiten und kann Bälle in die Tiefe spielen. Dieser Ansatz gehört fest zum Homburger Spielplan. Die Alternative ist Patrick Lienhard. Lienhard ist eigentlich jedoch der offensivere Spielertyp und auf der Acht gesetzt. Ihn kann man gut und gerne als den Spielermacher der Homburger bezeichnen. Dazu ist er ein exzellenter Standardschütze. Die dritte Position im zentralen Mittelfeld wird mit verschiedenen Spielertypen besetzt. In Balingen begann mit Marco Hingerl ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler. Favorit ist jedoch Patrick Dulleck. Der 31-Jährige ist im Grunde ein Angreifer, hat sich jedoch in dieser Rolle neu erfunden. Er hat hier mehr Freiräume, kann seine fußballerischen Stärken einbringen und immer wieder in die Spitze rücken. Gegen Balingen wurde er in der ersten Hälfte geschont. Auch Marcel Carl hat diese Rolle bereits gespielt. Verletzungsbedingt fehlt Serkan Göcer.


Auf den offensiven Außenbahnen ist Philipp Hoffmann gesetzt. Der ehemalige FCS-Spieler kam im vergangenen Sommer und ist in Homburg voll eingeschlagen. Zwölf Torvorlagen und sieben Tore sind die starke Bilanz. Er ist ein Tempospieler mit guter Technik und einer guten Übersicht. Gegen Balinger hat er auch nur eine Halbzeit gespielt. Er kann sowohl auf der rechten als auch auf der linken Außenbahn eingesetzt werden. Der zweite Mann in den letzten Wochen war Lorris Weiss. Auch er hat schon zwölf Scorerpunkte in dieser Saison gesammelt. Weiss hat damit einen Spieler wie Jannik Sommer verdrängt. Er stand in den letzten beiden Spielen nicht einmal im Kader. Marcel Carl ist eine Alternative, auch Eigengewächs Niklas Doll kann auf der Außenbahn spielen.


Im Sturmzentrum hatte man unter Wenzel eigentlich auf die Dienste von Winterneuzugang Thomas Gösweiner gesetzt. Er ist jedoch mit einem Kreuzbandriss außer Gefecht. Seine Rolle hat in den letzten beiden Spielen Damjan Marceta übernommen. Obwohl er kein Stammspieler ist (33 Einsätze, 18 Mal von Beginn an) steht er mit neun Toren an der Spitze der internen Torjägerliste. Er dürfte auch Dienstag beginnen. Er ist ein richtiger Wühler im Angriff, hat zudem eine gute Geschwindigkeit und passt gut zum Homburger Umschaltspiel. Dulleck wieder nach vorne zu ziehen ist eine Alternative, aber auch Marcel Carl kann von Beginn an spielen.



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