Mergim Fejzullahu

Foto von Claus Kuhn/www.saarnews.com zur Verfügung gestellt.

Karriere:

Mergim Fejzullahu wurde im März 1994 in der Schweiz, genauer gesagt in Fribourg, geboren und ist ein Sohn albanischer Eltern. In seiner Kindheit zog er jedoch nach Deutschland. In Nordrhein-Westfalen startete er beim TSV Solingen-Aufderhöhe seine fußballerische Laufbahn. In welchem Alter er dort startete ist nicht bekannt, er blieb jedoch bis zum Jahre 2010 beim TSV. Also bis zum Alter von 16 Jahren und dies ist bei den heutigen - meist früh von Nachwuchsleistungszentren abgeworbenene - Spieler eher ungewöhnlich. Im Sommer 2010 wechselte er schließlich doch in ein Nachwuchsleistungszentrum und spielte fortan in der Jugend von Fortuna Düsseldorf. Er startete dort in der U17 des Clubs und spielte in der Saison 2010/11 in der U17-Niederrheinliga. Dies bedeutete die zweite Spielklasse im Jugendfußball. In dieser Saison wurde mit 25 Toren Torschützenkönig und stieg mit seiner Mannschaft als Meister in die U17-Bundesliga auf. Zudem er wurde er in einem Spiel in der U19-Bundesliga eingesetzt. In dieser Altersklasse spielte er auch in der folgenden Saison und konnte sich dort als jüngerer Jahrgang zum größten Teil einen Stammplatz sichern. Er kam auf 24 Einsätze, wovon er 18 Mal von Beginn an ran durfte und sechs Tore erzielen konnte. In seinem letzten Jugendjahr konnte er alle Werte steigern. Er war absoluter Stammspieler, verpasste nur ein Spiel gelbgesperrt und stand sonst immer in der Anfangself. Dazu gelangen ihm elf Saisontore. Im zweiten Halbjahr wurde er dazu in die Abläufe der zweiten Mannschaft integriert und stand insgesamt viel Mal im Kader. Am letzten Spieltag kam er gegen Duisburg II als Joker zu seinem Aktivendebüt. Im Sommer 2013 erhielt er dann auch einen Vertrag für die zweite Mannschaft von Düsseldorf in der Regionalliga West. In der Saison 2013/14 war er lange Zeit ein festes Kadermitglied, wurde fast immer eingesetzt und wandelte zwischen der ersten Elf und der Rolle als Joker. Am 21.September 2013 gelang ihm gegen Siegen sein erster Aktiventreffer, insgesamt erzielte er in dieser Saison vier Tore. Im Februar verletzte er sich jedoch schwer und fiel den Rest der Runde aus wodurch er im Endeffekt "nur" auf 21 Einsätze (13x Startelf) kam. Auch in der ersten Hälfte der Saison 2014/15 konnte er keine Rolle spielen und kehrte erst in der Wintervorbereitung zurück. Nach kurzer Anlaufphase etablierte er sich in der Rückrunde wieder in der Mannschaft und kam noch auf zwölf Spiele (7x Startelf). Ein Tor gelang Fejzullahu in dieser Spielzeit jedoch nicht.


Die Saison 2015/16 verließ für den Offensivspieler wechselhaft und enttäuschend. Er konnte zwar die komplette Saison ohne größere Verletzungsprobleme durchziehen, spielte bei der Fortuna aber nicht die größte Rolle. Über die komplette Saison gesehen durfte er nur in sechs Spielen von Beginn an ran, nur ein Mal spielte er über 90 Minuten. Dazu kamen noch 13 Einwechslungen als Joker. Mit mittlerweile 22 Jahren und ohne wirkliche Perspektive wechselte er schließlich den Verein. Es ging für ihn im Sommer 2016 zu Alemannia Aachen. Bei der Alemannia startete er dann auch ordentlich durch und kam in seiner ersten Saison auf 30 Einsätze. Sechs Male wurde er als Joker gebracht. Ihm gelangen neun Saisontore und die Etablierung bei einer ersten Mannschaft. In der zweiten Saison in Aachen ging er dann durch die Decke. Bei 30 Saisoneinsätzen (28 Mal von Beginn an) erzielte er 15 Saisontore und war zudem an etlichen weiteren Treffern beteiligt. Eine mehr als beachtliche Bilanz. Da sein Vertrag auslief war klar, dass die Alemannia den Spieler nicht würde halten können. Der FCS meldete Interesse an, aber auch einige Drittligisten und am Ende ging es für ihn zum Zweitligaabsteiger aus Braunschweig. Bei der Eintracht lief es für ihn aber nicht wie erhofft. In den ersten drei Spielen war er Joker, danach bekann eine Phase in der er sich in der Mannschaft etablierte. Er spielte einige Male von Beginn an, erzielte in Meppen einen Doppelpack und schien auf einem guten Weg. Der Trainerwechsel in Braunschweig war sein Knackpunkt, danach spielte er keine Rolle mehr und wurde im September auf das Abstellgleis gestellt und war seit Dezember auch offiziell suspendiert. In der Folge kam er in der 3.Liga auch nur zu zwölf Einsätzen (7x Startelf). In den letzten Wochen der Saison durfte/musste er in der zweiten Mannschaft in der Oberliga spielen. In acht Saisonspielen kam er auf fünf Saisontore.


Der 25-Jährige kam somit in seiner Karriere zu den zwölf Einsätzen für Braunschweig in der 3.Liga, vor allem aber sammelte er in der Regionalliga West Erfahrung. Hier absolvierte er 114 Spiele und erzielte 28 Tore. Ebenfalls wurde er in 50 Spielen in der U19-Bundesliga eingesetzt und kann hier eine Bilanz von 17 Toren vorweisen. Bemerkenswert sind seine zahlreichen Treffer vor allem durch den Umstand, dass Mergim Fejzullahu kein reiner Stürmer ist. Er ist in der Offensive vielseitig und auf quasi allen Positionen einsetzbar und hat in seiner Karriere auch mal als Stürmer gespielt. Wohler fühlt er sich jedoch im Mittelfeld. Entweder als offensiver Mittelfeldspieler hinter den Spitzen oder auf den beiden Außenbahnen. In Aachen ist er relativ oft über die linke Seite gekommen, in Braunschweig hat er vor allem im offensiven Mittelfeld gespielt.


Fejzullahu hat seit seinem Engagement beim FCS nie wirklich Land gesehen. Sicher würde der Verein ihn ziehen lassen wenn er einen Abnehmer findet, dies scheint aber nicht so zu sein. Bleibt die Hoffnung das Fejzullahu irgendwie diei Kurve kriegt und doch noch an besser Zeiten und Leistungen anknüpfen kann. Das er das grundsätzlich drauf hat, werden ihm die wenigsten absprechen.